Molecular Farming begeistert die Pharmabranche
„Molecular Farming“ heißt eine Methode, mit der pharmazeutische Unternehmen Pflanzen zu lebendigen Bioreaktoren umwandeln. Die Pflanzen erhalten einen neuen genetischen Bauplan, der sie befähigt, Substanzen für Arzneimittel und neuerdings auch Impfstoffe herzustellen – und das schnell und kostengünstig, nachhaltig und sicher. Pflanzen bergen somit ein großes Potenzial, um die Menschen mit Impfstoffen vor Krankheiten zu schützen. Eine gute Nachricht! Dr. Pablo Serrano, Geschäftsfeldleiter Innovation und Forschung/Biotechnologie beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) erklärt, wie diese Herstellungsmethode funktioniert. Impfstoffe vom Acker? Klingt schräg, ist es aber nicht. Tatsächlich können pharmazeutische Unternehmen Pflanzen zu „grünen“ Biotechfabriken umfunktionieren, indem sie ihr Erbgut verändern. Die Methode heißt „Molecular Farming“ oder „Molekulare Landwirtschaft“. Pflanzen werden dazu gebracht, für den Menschen wertvolle Substanzen zu produzieren. Diese Wirkstoffe können dann etwa für die Impfstoff- und Arzneimittelproduktion eingesetzt werden. Tabakpflanzen als ideale Bioreaktoren Jüngstes Beispiel ist der…
