Alkoholkonsum in der Frühschwangerschaft objektiv sehr niedrig
Eine multizentrische Studie aus Irland hat erstmals objektive Laborwerte zum Alkoholkonsum in der Frühschwangerschaft erhoben. In Urinproben von 1.053 Frauen um die 13. Schwangerschaftswoche fand sich kein einziger positiver Nachweis von Ethanol (direkter Alkoholmetabolit). Nur vier Proben (0,4 %) waren positiv für Ethylglucuronid (EtG), einen länger nachweisbaren Alkoholmarker (bis 24–80 Stunden nach Konsum). Die Ergebnisse wurden heute in der Fachzeitschrift Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica veröffentlicht. Bisherige Schätzungen zum Alkoholkonsum Schwangerer in Irland basierten ausschließlich auf Selbstauskünften in Fragebögen und lagen zwischen 20 und 60 Prozent. Einige Studien extrapolierten daraus eine der weltweit höchsten Prävalenzen des fetalen Alkoholsyndroms (FASD). Die neue Untersuchung widerlegt diese Annahmen weitgehend: Der tatsächliche Konsum in der Frühschwangerschaft ist nach objektiven Messungen extrem niedrig. Die Studie wurde an einer städtischen Klinik (National Maternity Hospital, Dublin) sowie zwei semi-ländlichen Krankenhäusern (Wexford General Hospital, St Luke’s Hospital Kilkenny)…
