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Präsident der Bundesärztekammer kritisiert Krankenhaustransparenzgesetz

BÄK Präsident Klaus Reinhardt Foto StagiaireMGIMOWikipedia

Für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kommt die Kritik zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Zum Abstimmungsergebnis über das Krankenhaustransparenzgesetz im Vermittlungsausschuss des Bundesrates hat der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, das Regelwerk scharf kritisiert. LabNews bringt das Statement im Wortlaut:

BÄK Präsident Klaus Reinhardt Foto StagiaireMGIMO  Wikipedia
BÄK Präsident Klaus Reinhardt Foto StagiaireMGIMO Wikipedia

„Während Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern dringend auf eine Entlastung von unnötiger Bürokratie und echte Strukturreformen warten, setzt der Bundesgesundheitsminister als erste Maßnahme im Vermittlungsausschuss einen Gesetzentwurf durch, der die bürokratische Belastung weiter erhöht. Zugleich bringt das geplante Verzeichnis für die Patientinnen und Patienten kaum Verbesserungen, denn die dort vorgesehenen Informationen sind schon jetzt weitgehend über die etablierten Register wie die Weiße Liste oder das Deutsche Krankenhausverzeichnis abrufbar.

Um das Gesetz durchzusetzen, hat der Minister weitere Finanzmittel in den Raum gestellt. Bei bloßen Versprechungen darf es aber nicht bleiben. Bund und Länder müssen sich klar zu ihrer finanziellen Verantwortung bekennen. Dass der Bund seinen Anteil nun offenbar vollständig auf die GKV-Beitragszahler abwälzen will, ist kein Ausdruck der erforderlichen Verantwortungsbereitschaft.

Mit der gestrigen Mehrheitsentscheidung im Vermittlungsausschuss des Bundesrates ist das Ringen um die dringend erforderliche Krankenhausreform nicht beendet. Die große Reform, die wir brauchen, kann nur gelingen, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen. Deswegen kann man dem Gesundheitsminister nur raten, für die weiteren Reformschritte nicht auf knappe Mehrheitsentscheidungen und die Ampel-Disziplin im Bundesrat zu setzen, sondern die Gemeinsamkeit mit allen Bundesländern zu suchen. Die dazu notwendige Kompromissbereitschaft sollten Bund wie Länder aus Verantwortung für die Gesundheitsversorgung in unserem Land aufbringen.

Der notwendige Konsensprozess darf nicht durch einseitige Vorfestlegungen behindert werden. Bund und Länder haben verabredet, die neue Planungssystematik (Leistungsgruppen) gemeinsam weiterzuentwickeln und dabei auch die Ärzteschaft und die weiteren Akteure der Selbstverwaltung einzubinden. Dies darf der Bund nicht dadurch unterlaufen, dass er das Transparenzgesetz nutzt, um sich bereits vorab und einseitig die Definitionsmacht über die Leistungsgruppen zu sichern.

Es ist entscheidend, dass sich alle Beteiligten möglichst bald an einen Tisch setzen. Dabei muss der Fokus der Reform klar auf eine bessere Personalausstattung, gute Arbeitsbedingungen und einen spürbaren Bürokratieabbau gelegt werden. Genauso sind die Belange der ambulanten Versorgung von Beginn an mit zu berücksichtigen.

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Os Editores Principais da labnews.ai são Marita Vollborn e Vlad Georgescu. São autores de best-sellers, escritores de ciência e jornalistas de ciência desde 1994.Mais detalhes sobre a sua escrita em X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).Mais informações na Wikipédia:Sobre Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn Sobre Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
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