Welt-Aids-Tag: Dringender Appell gegen Rückschläge im Kampf gegen HIV
Anlässlich des Welt-Aids-Tags warnen Experten vor einer Verschärfung der globalen HIV-Krise, da jede Minute ein Mensch an den Folgen stirbt. Weltweit leben 40,8 Millionen Menschen mit HIV, mehr als die Hälfte davon in Afrika südlich der Sahara, wo Frauen und Mädchen besonders betroffen sind. Die aktuelle Lage wird durch drastische Kürzungen in der Gesundheitsfinanzierung verschärft, was erhebliche Rückschritte bedroht. Die OECD prognostiziert einen Rückgang der externen Gesundheitsfinanzierung um 30-40 Prozent bis Ende 2025 im Vergleich zu 2023, was zu Schließungen von Kliniken, Entlassungen von Personal und Unterbrechungen in Lieferketten führt. In Subsahara-Afrika haben 450.000 Frauen den Zugang zu beratenden Mentorinnen verloren, und über 60 Prozent frauengeführter HIV-Organisationen mussten ihre Arbeit einstellen. In Ländern wie Uganda, Burundi und Nigeria sind Präventionsmaßnahmen wie PrEP und Kondomverteilung stark zurückgegangen. UNAIDS schätzt, dass diese Entwicklung bis 2030 zu 3,9 Millionen zusätzlichen Infektionen führen könnte.…










