Gesundheitswesen ergeben. Adler hat Medizin in Leipzig und Magdeburg studiert, seine Weiterbildung zum Facharzt für Laboratoriumsmedizin im Labor Prof. Schenk/Dr. Ansorge in Magdeburg absolviert und arbeitet aktuell am Institut für Hämostaseologie und Pharmakologie (IHP) Berlin sowie am Institut für Medizinische Diagnostik (IMD) Berlin. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der endokrinologischen Labordiagnostik, dem Therapeutischen Drug Monitoring (TDM) sowie der Datenanalyse im Labor. Er engagiert sich in verschiedenen Fachgesellschaften und berufspolitischen Verbänden und hat 2021 die Arbeitsgruppe „Digitale Kompetenz“ innerhalb der DGKL gegründet. Am 5. September 2024 diskutiert Adler im Rahmen der MIO Vision mit anderen Experten zur Zukunft des MIO-Laborbefundes. DGKL NEWS: Herr Adler, ab 2025 erblickt die elektronische Patientenakte endgültig und flächendeckend das Licht der Welt. Klingt gut, nur: Die Klinik kann nicht unbedingt auf die vom Hausarzt übertragenen Daten zugreifen, und der Apotheker weiß nicht, was der Radiologe eines Tumorpatienten diagnostizierte. Ist die ePA mehr Schein als Sein? Adler: Hier muss man erst einmal zwei Dinge klarstellen: Erstens ist die ePA als elektronische Patientenakte für die Patient*innen gedacht. Die Autonomie der einzelnen Person soll hier also im Vordergrund stehen, was uns zum zweiten Punkt führt: Die Patient*innen dürfen dementsprechend selbst entscheiden, welche Befunde sie welchen Stakeholdern im Gesundheitswesen zugänglich machen wollen. Dies ist aus Patient*innensicht sicher ein wichtiger Schritt in Richtung Autonomie und Empowerment, birgt aber auch medizinische Risiken. Viele Patient*innen können nicht einschätzen, welche Information für die Behandler von Relevanz sind. Um einmal als Labormediziner zu sprechen: Der Patient empfindet ein Biotin-haltiges Nahrungsergänzungsmittel vielleicht nicht als relevant, es kann aber mitunter unsere Tests im Labor so massiv stören, dass ich das bei der Interpretation der Testresultate gerne wüsste. Ein weiterer wichtiger Punkt zur ePA ist, dass sie keine „digitale Sammlung analoger Information“ sein darf. Wenn wir die ePA nur als zentralen Speicher von z.B. PDF-Befunden nutzen, werden wir keinen Mehrwert generieren. Die Informationen müssen in strukturierter, standardisierter und interoperabler Form vorliegen. Jede relevante Information muss als eigenes Datenfeld technisch abrufbar sein. Aber genau daran wird ja in Form der „Medizinischen Informationsobjekte“ (MIO) gearbeitet. DGKL News: Wenn wir Sie richtig verstehen, kann die ePA erst dann einen realen Alltagsnutzen bringen, wenn man Medizinische Informationsobjekte (MIO) einsetzt. Was können wir uns darunter vorstellen? Adler: Die MIOs sind quasi digitale Abbilder von bereits bestehenden „Unterlagen“. Wir kennen alle den Impfpass, das Mutterheft, die U-Hefte für die Vorsorgeuntersuchungen der Kinder usw. Die MIOs bilden diese Dokumente strukturiert in digitaler Form ab. Es werden international gültige und vor allem „maschinenlesbare“ Codierungen verwendet (z.B. LOINVC oder SNOMED-CT) um die Informationen den verschiedenen Softwaresystemen zugänglich zu machen. DGKL News: Die ePA ist demnach ein Schrank voller Schubladen, wobei die MIOs Anweisungen dafür sind, womit die Schubladen befüllt werden? Adler: Ja, genau so kann man sich das vorstellen. Die MIOs geben den Schubladen ihre Namen und legen fest, in welcher Form diese Schubladen befüllt werden dürfen, damit jeder der reinschaut mit den Informationen etwas anfangen kann. Und die Patient*innen legen fest, wer in welche Schublade hineinschauen darf. DGKL News: Ein zentrales Thema in jeder Praxis und in jedem Krankenhaus ist die Zeit. Müssen sich Ärztinnen und Ärzte wegen ePA und MIO damit abfinden, noch weniger Zeit für ihre Patienten zu haben? Adler: Im besten Fall sollte es gar keine weitere Zeit kosten, sondern zu mehr zeitlichen Freiräumen führen. Aktuell ist dies leider in verschiedenen Anwendungen noch nicht der Fall aber die Perspektive ist diesbezüglich klar: Vereinfachung der Abläufe und automatisierte Erstellung der MIOs. DGKL News: Der Hausarzt würde demnach wie bisher auch seine Diagnose lediglich ins Praxissoftware-System eintippen müssen, ohne zusätzliche Programme aufzurufen? Adler: Ziel sollte sein, dass die Hersteller der Praxisverwaltungssoftware bzw. der Arztinformationssoftware die automatische Umformung der Informationen in MIOs implementieren. So können dann aus den Informationen im System des Arztes per Klick die jeweiligen MIOs erstellt werden. Hier sehen wir aber schon eine große Hürde im deutschen Gesundheitswesen. Es sind viele verschiedene Systeme im Einsatz, und so muss für jedes System eine Schnittstelle zu den MIOs bzw. in die ePA gebaut werden. Wenn wir uns vorstellen, dass wir eine zwei- bis dreistellige Zahl an verschiedenen Praxissoftwaresystemen im Einsatz haben, auch andere Stakeholder wie Apotheken, Psychiater, Krankenhäuser, Labore, Pathologische, Mikrobiologische und Humangenetische Labore, Hygieneeinrichtungen, Gesundheitsämter, usw. mit deren verschiedenen Softwaresystemen ebenfalls anbinden müssen, wird einem diese Mammutaufgabe klar. Deswegen muss es zentrale Vorgaben geben, welche Sprache in den MIOs zu sprechen ist. DGKL: Und weil die eingegebenen Daten als MIO standardisiert sind, lassen sie sich dann auch im Krankenhaus über die ePA lesen? Adler: Genau. Das ist wichtig und wird, bei guter Umsetzung, auch in den Krankenhäusern mehr zeitlichen Freiraum schaffen. Oft besteht die Eingangsuntersuchung mehr aus einem Interview verschiedenster Daten, die man sich auch einfach aus der Patientenkurzakte der ePA ins Krankenhausinformationssystem (KIS) holen könnte. So könnten sich die Ärzt*innen mehr auf die aktuelle akute Situation der Patient*innen konzentrieren und die Zeit besser für die Untersuchungen nutzen, als irgendwelche Dokumente zu befüllen. Obwohl wir in Deutschland mehr Ärzt*innen als je zuvor haben, sind diese doch mit nicht-ärztlichen Aufgaben überschüttet, die ein Computer deutlich schneller und besser kann. Diese Verschwendung der „Arztzeit“ muss aufhören. Darüber hinaus lassen sich mit moderner Datenübertragung auch die Informationsbrüche zwischen Krankenhaus und den weiterbehandelnden niedergelassenen Kolleg*innen verhindern. DGKL News: Wir erkennen ein weiteres Potenzial. Man könnte MIOs dazu nutzen, Plausibilitätsprüfungen durch die Kassen zu reduzieren. Immerhin wird nicht nur der Patient gläsern, sondern auch der ihn jeweils behandelnde Arzt oder Ärztin… Adler: Das wäre wahrscheinlich möglich aber ist, soweit ich weiß, nicht angedacht. Eigentlich sollten die Krankenkassen genauso wie die Ärzte nur dann Zugriff auf die ePA haben, wenn dies durch die Patient*innen gestattet wird. Alles andere würde ja den Gedanken der Autonomie konterkarieren. DGKL News: Diagnosen erfolgen als ICD-10 Kodierung. Als MIO verpackt ließen sich diese Daten im Kampf gegen Abrechnungsbetrug einsetzen – sofern auch KVen auf die Daten der jeweiligen Patienten-ePA zugreifen könnten, um sie mit den vorliegende Abrechnungen abzugleichen. Liegen wir mit dieser Vision richtig? Adler: Wie hier die rechtliche Lage ist, kann ich nicht einschätzen. Aber nochmal: Die ePA soll ja die Autonomie der Patient*innen stärken. Wenn wir die ePA nur einsetzen, um eventuellen Abrechnungsbetrug bei den Ärzt*innen aufzudecken, dann würde das ganze Projekt vollkommen am Ziel vorbei gehen. Es geht uns doch um eine bessere Versorgung der Patient*innen. Ich sehe hier eher die Chance zu oft durchgeführte Untersuchungen einzusparen (meist wegen dem schlichten Fehlen der Information, Anm.d.Red.). DGKL News: Jüngere Menschen dürften die Bedeutung der ePA und MIOs verstehen. Wie sieht die Akzeptanz bei der Generation 70+ aus? Adler: Das ist mein Hauptkritikpunkt an aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen. Natürlich müssen wir digitaler werden, einfach um weniger ineffizient zu sein, aber es muss doch um die Patient*innen gehen. Was nützt eine tolle technische Lösung, wenn die Zielgruppe keine Smartphones nutzt und „2-Faktor-Authentifizierung“ noch nie gehört hat? Eine sinnvolle Lösung orientiert sich an der Lebensrealität der Menschen für die sie gedacht ist. Parallel moderne Strukturen für die Generationen der „digital natives“ zu bauen gehört natürlich trotzdem dazu. DGKL News: Was aber, wenn ältere Menschen die ePA ganz ablehnen? Adler: Und wieder: Die Autonomie steht im Fokus. Wenn Oma und Opa das nicht wollen, können Sie aktiv widersprechen und dann gibt es für sie keine ePA. Das liegt in ihrer Entscheidungsgewalt, und das sollten Sie dann nach ihrem Wissen und Gewissen auch entscheiden. Schlechter wird ihre medizinische Versorgung dadurch nicht. Aber eben auch nicht besser. DGKL News: Herr Adler, vielen Dank für Ihre Zeit. Das Interview führten DGKL Nachrichtenredakteure Marita Vollborn und Vlad Georgescu.“ title=““>(DGKL News) Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit gehen mit Einführung der elektronischen Patientenakte (ePa) ab 2025 auch sogenannte Medizinische Informationsobjekte (MIO) an den Start. Diese versprechen eine wahre Revolution zum Vorteil der Patienten – Deutschland könnte dadurch erstmals seit langer Zeit in Sachen Digital Health wieder den Ton angeben. DGKL News sprach mit dem promovierten Facharzt für Labormedizin Jakob Adler über die Chancen, die sich aus der Etablierung von MIOs im deutschen Gesundheitswesen ergeben.

درس أدلر الطب في لايبزيغ وماغدبورغ، وأكمل تدريبه كأخصائي في علم المختبرات في مختبر البروفيسور شينك/الدكتور أنسورج في ماغدبورغ، ويعمل حاليًا في معهد علم الدم وعلم الأدوية (IHP) في برلين وكذلك في معهد التشخيص الطبي (IMD) في برلين. تتركز مجالات خبرته في التشخيص المخبري للغدد الصماء، والمراقبة العلاجية للأدوية (TDM)، وتحليل البيانات في المختبر. وهو يشارك في جمعيات مهنية مختلفة وروابط سياسية مهنية وأسس في عام 2021 مجموعة العمل "الكفاءة الرقمية" داخل DGKL. في 5 سبتمبر 2024، سيناقش أدلر في إطار رؤية MIO مع خبراء آخرين مستقبل تقرير مختبر MIO.
أخبار DGKL: سيد أدلر، اعتبارًا من عام 2025، ستظهر الملفات الإلكترونية للمرضى أخيرًا وبشكل شامل. يبدو جيدًا، ولكن: لا يمكن للمستشفى بالضرورة الوصول إلى البيانات التي نقلها طبيب الأسرة، ولا يعرف الصيدلي ما تم تشخيصه من قبل أخصائي الأشعة لمريض ورم. هل الملف الإلكتروني للمرضى أكثر مظهرًا من جوهر؟
أدلر: هنا يجب أولاً توضيح أمرين: أولاً، الملف الإلكتروني للمرضى هو للمرضى. وبالتالي، يجب أن تكون استقلالية الفرد هي الأولوية، مما يقودنا إلى النقطة الثانية: يُسمح للمرضى بأن يقرروا بأنفسهم أي التقارير يرغبون في إتاحتها لأصحاب المصلحة في مجال الرعاية الصحية. من وجهة نظر المرضى، هذه بالتأكيد خطوة مهمة نحو الاستقلالية والتمكين، ولكنها تحمل أيضًا مخاطر طبية. لا يستطيع العديد من المرضى تقييم المعلومات ذات الصلة للمعالجين. للتحدث كطبيب مختبر: قد لا يعتبر المريض مكملًا غذائيًا يحتوي على البيوتين ذا صلة، ولكنه قد يتداخل بشكل كبير مع اختباراتنا في المختبر لدرجة أنني أود معرفة ذلك عند تفسير نتائج الاختبار.
نقطة مهمة أخرى حول الملف الإلكتروني للمرضى هي أنه لا يجوز أن يكون "تجميعًا رقميًا للمعلومات التناظرية". إذا استخدمنا الملف الإلكتروني للمرضى كمخزن مركزي لتقارير PDF، على سبيل المثال، فلن نولد أي قيمة مضافة. يجب أن تكون المعلومات بتنسيق منظم وموحد وقابل للتشغيل البيني. يجب أن تكون كل معلومة ذات صلة قابلة للاسترداد تقنيًا كحقل بيانات خاص بها. ولكن هذا هو بالضبط ما يتم العمل عليه في شكل "الكائنات المعلوماتية الطبية" (MIO).
أخبار DGKL: إذا فهمناك بشكل صحيح، فإن الملف الإلكتروني للمرضى لن يكون مفيدًا في الحياة الواقعية إلا عند استخدام الكائنات المعلوماتية الطبية (MIO). ماذا يمكننا أن نتخيل بذلك؟
أدلر: الـ MIOs هي في الأساس نسخ رقمية من "المستندات" الموجودة بالفعل. كلنا نعرف شهادة التطعيم، ودفتر الأمومة، ودفاتر الفحص الصحي للأطفال وما إلى ذلك. الـ MIOs تمثل هذه المستندات بشكل منظم في شكل رقمي. يتم استخدام ترميزات صالحة دوليًا وقبل كل شيء "قابلة للقراءة آليًا" (مثل LOINVC أو SNOMED-CT) لجعل المعلومات متاحة لأنظمة البرامج المختلفة.
أخبار DGKL: هل الـ ePA بالتالي خزانة مليئة بالأدراج، حيث تكون الـ MIOs تعليمات حول ما يجب ملء الأدراج به؟
أدلر: نعم، هذا بالضبط ما يمكن تخيله. الـ MIOs تعطي الأدراج أسماءها وتحدد الشكل الذي يُسمح به بملء هذه الأدراج، بحيث يمكن لأي شخص ينظر إليها الاستفادة من المعلومات الموجودة فيها. ويحدد المرضى من يُسمح له بالنظر في أي درج.
أخبار DGKL: الموضوع الرئيسي في كل عيادة وفي كل مستشفى هو الوقت. هل يجب على الأطباء وال طبيبات التعايش مع حقيقة أن لديهم وقتًا أقل لمرضاهم بسبب الـ ePA والـ MIOs؟
أدلر: في أفضل الأحوال، لا ينبغي أن يستغرق الأمر أي وقت إضافي، بل يؤدي إلى مزيد من الوقت الحر. للأسف، هذا ليس هو الحال حاليًا في تطبيقات مختلفة، ولكن المنظور فيما يتعلق بهذا الأمر واضح: تبسيط العمليات والإنشاء الآلي للـ MIOs.
أخبار DGKL: هل سيتعين على طبيب الأسرة بالتالي، كما في السابق، مجرد كتابة تشخيصه في نظام برنامج العيادة، دون استدعاء برامج إضافية؟
أدلر: الهدف هو أن يقوم مصنعو برامج إدارة العيادات أو برامج معلومات الأطباء بتطبيق التحويل التلقائي للمعلومات إلى MIOs. وبهذه الطريقة، يمكن إنشاء الـ MIOs المقابلة من المعلومات الموجودة في نظام الطبيب بنقرة واحدة. ومع ذلك، نرى هنا عقبة كبيرة في نظام الرعاية الصحية الألماني. هناك العديد من الأنظمة المختلفة قيد الاستخدام، وبالتالي يجب بناء واجهة لكل نظام مع الـ MIOs أو مع الـ ePA. إذا تخيلنا أن لدينا عددًا من الأنظمة البرمجية المختلفة قيد الاستخدام يتراوح بين عشرات ومئات، بالإضافة إلى أصحاب المصلحة الآخرين مثل الصيدليات، والأطباء النفسيين، والمستشفيات، والمختبرات، والمختبرات المرضية والميكروبيولوجية والوراثية البشرية، ومؤسسات النظافة، والمكاتب الصحية، وما إلى ذلك، مع أنظمة برامجهم المختلفة التي يجب ربطها أيضًا، فإن هذه المهمة الضخمة تصبح واضحة. لهذا السبب، يجب أن تكون هناك مواصفات مركزية للغة التي يجب استخدامها في الـ MIOs.
DGKL: ولأن البيانات المدخلة موحدة كـ MIO، فهل يمكن قراءتها أيضًا في المستشفى عبر الـ ePA؟
Adler: بالضبط. هذا مهم، وعند تنفيذه بشكل جيد، سيخلق أيضًا مزيدًا من الوقت في المستشفيات. غالبًا ما يتكون الفحص الأولي من مقابلة لبيانات مختلفة يمكن الحصول عليها بسهولة من ملف المريض المختصر في السجل الصحي الإلكتروني (ePA) إلى نظام معلومات المستشفى (KIS). وبهذه الطريقة، يمكن للأطباء التركيز بشكل أكبر على الحالة الحادة الحالية للمرضى واستخدام الوقت بشكل أفضل للفحوصات بدلاً من ملء المستندات. على الرغم من أن لدينا عددًا أكبر من الأطباء في ألمانيا أكثر من أي وقت مضى، إلا أنهم غارقون في مهام غير طبية يمكن للكمبيوتر القيام بها بشكل أسرع وأفضل بكثير. يجب أن يتوقف هذا الهدر لـ "وقت الطبيب". علاوة على ذلك، يمكن لنقل البيانات الحديث أن يمنع أيضًا انقطاع المعلومات بين المستشفى والزملاء المعالجين في العيادات الخارجية.
أخبار DGKL: نرى إمكانات أخرى. يمكن استخدام MIOs لتقليل فحوصات المعقولية من قبل صناديق التأمين الصحي. في النهاية، ليس فقط المريض يصبح شفافًا، بل أيضًا الطبيب الذي يعالجه في كل مرة...
Adler: من المحتمل أن يكون ذلك ممكنًا ولكنه، على حد علمي، غير مخطط له. في الواقع، يجب أن يكون لدى صناديق التأمين الصحي، مثل الأطباء، وصول إلى السجل الصحي الإلكتروني (ePA) فقط عندما يسمح المرضى بذلك. أي شيء آخر من شأنه أن يتعارض مع فكرة الاستقلالية.
أخبار DGKL: يتم إجراء التشخيصات كترميز ICD-10. عند تغليفها كـ MIO، يمكن استخدام هذه البيانات في مكافحة الاحتيال في الفواتير - بشرط أن تتمكن أيضًا من الوصول إلى بيانات السجل الصحي الإلكتروني لكل مريض لمقارنتها بالفواتير المقدمة. هل رؤيتنا هذه صحيحة؟
Adler: لا يمكنني تقييم الوضع القانوني هنا. ولكن مرة أخرى: يجب أن يعزز السجل الصحي الإلكتروني (ePA) استقلالية المرضى. إذا استخدمنا السجل الصحي الإلكتروني (ePA) فقط للكشف عن الاحتيال المحتمل في الفواتير من قبل الأطباء، فإن المشروع بأكمله سيخطئ الهدف تمامًا. يتعلق الأمر بتوفير رعاية أفضل للمرضى. أرى هنا فرصة لتوفير الفحوصات التي يتم إجراؤها بشكل متكرر (غالبًا بسبب الافتقار التام للمعلومات، ملاحظة المحرر).
أخبار DGKL: من المرجح أن يفهم الشباب أهمية السجل الصحي الإلكتروني (ePA) و MIOs. كيف يبدو القبول لدى جيل 70+؟
Adler: هذا هو انتقادي الرئيسي للتطورات الحالية في مجال الرعاية الصحية. بالطبع، يجب أن نصبح أكثر رقمية، ببساطة لنكون أقل كفاءة، ولكن يجب أن يتعلق الأمر بالمرضى. ما فائدة الحل التقني الرائع إذا كانت الفئة المستهدفة لا تستخدم الهواتف الذكية ولم تسمع أبدًا عن "المصادقة الثنائية"؟ الحل المعقول يسترشد بـ الواقع المعيشي للأشخاص الذين تم تصميمه من أجلهم. بالطبع، يتضمن بناء هياكل حديثة بالتوازي مع أجيال "المواطنين الرقميين".
أخبار DGKL: ولكن ماذا لو رفض كبار السن ملف المريض الإلكتروني تمامًا؟
أدلر: ومرة أخرى: الاستقلالية هي محور التركيز. إذا كان الجد والجَدة لا يريدان ذلك، فيمكنهما الاعتراض بنشاط، ولن يكون لديهما ملف مريض إلكتروني. هذا يعود إلى سلطة قرارهما، ويجب عليك بعد ذلك اتخاذ القرار وفقًا لمعرفتهما وضميرهما. لن يتدهور رعايتهما الطبية بسبب ذلك. ولكنه لن يتحسن أيضًا.
أخبار DGKL: سيد أدلر، شكرًا جزيلاً لك على وقتك.
أجرى المقابلة محررا أخبار DGKL ماريتا فولبورن وفلاد جورجيسكو.
