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BMFTR fördert Verbundprojekt „UncovRT“ zur Vorhersage und Vermeidung strahlenbedingter Hirnschäden

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs das Verbundprojekt „UncovRT“ mit über zwei Millionen Euro. Unter Leitung von Prof. Mechthild Krause, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und Professorin für Translationale Radioonkologie an der TU Dresden, untersucht ein interdisziplinäres Konsortium die molekularen Mechanismen strahlenbedingter Hirnschäden nach Therapie von Hirntumoren. Hirntumoren zählen zu den häufigsten Indikationen für eine Strahlentherapie bei Kindern und Erwachsenen. Obwohl die Behandlung oft erfolgreich ist, können gesunde Hirnregionen langfristig geschädigt werden. Bei etwa einem Fünftel der Patientinnen und Patienten zeigen sich im MRT sichtbare Veränderungen im gesunden Gewebe; in bis zu 20 Prozent der Fälle treten Symptome auf, die die Lebensqualität von Krebsüberlebenden („Cancer Survivors“) nachhaltig beeinträchtigen. Das Projekt „UncovRT“ (Uncover molecular mechanisms of side effects after cranial Radiation… 

FDA genehmigt erstes Generikum von Robenacoxib-Injektion für Hunde und Katzen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am 9. März 2026 Robenacoxib Injection (robenacoxib) als erstes Generikum zugelassen. Das injizierbare Präparat dient der Kontrolle postoperativer Schmerzen und Entzündungen bei Hunden und Katzen. Bei Hunden ab einem Alter von vier Monaten ist es für Schmerzen und Entzündungen nach Weichteiloperationen indiziert. Bei Katzen ab vier Monaten gilt die Zulassung für postoperative Schmerzen und Entzündungen nach orthopädischen Eingriffen, Ovariohysterektomie und Kastration. Robenacoxib Injection enthält denselben Wirkstoff wie das Referenzpräparat Onsior Injection, das 2016 für Hunde und 2015 für Katzen zugelassen wurde. Die FDA bestätigte die Bioäquivalenz zum Originalprodukt. Das nicht-steroidale Antirheumatikum (NSAID) ist ausschließlich verschreibungspflichtig durch einen approbierten Tierarzt und wird einmal täglich über maximal drei Tage appliziert. Die Zulassung des Generikums verspricht eine kostengünstigere Alternative für die tierärztliche Schmerztherapie in der perioperativen Phase. Die FDA betont, dass Robenacoxib Injection nur unter tierärztlicher Aufsicht verwendet werden… 

Glaucoma Research Foundation vergibt Rekordsumme von 3,06 Millionen US-Dollar für Glaukom-Forschung

Die Glaucoma Research Foundation (GRF) hat für 2026 eine Rekordsumme von 3,06 Millionen US-Dollar an Forschungsförderungen vergeben. Die Mittel fließen in innovative Projekte zur Heilung des Glaukoms, zur Neurodegeneration und zur Wiederherstellung des Sehvermögens. Die Förderung geht an zwanzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an renommierten medizinischen Einrichtungen in den USA. „Dieses historische Fördervolumen spiegelt das außergewöhnliche Engagement unserer Spender wider – viele von ihnen sind selbst Betroffene oder Angehörige von Glaukom-Patienten“, erklärte GRF-Präsident und CEO Thomas Brunner. Die Mittel verteilen sich wie folgt: Die Förderung unterstreicht den wachsenden Fokus auf translationale Ansätze, die von der Grundlagenforschung bis hin zu potenziell klinisch anwendbaren Strategien reichen. Das Glaukom gilt als eine der häufigsten Ursachen für irreversible Erblindung weltweit. Die GRF betont, dass die Rekordförderung durch private Spenden ermöglicht wurde und die Suche nach ursächlichen Therapien und Sehrestauration beschleunigen soll. Weitere Informationen sind auf… 

FDA erleichtert Biosimilar-Zulassung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am 10. März 2026 eine umfassende Überarbeitung ihrer Leitlinien zu Biosimilars veröffentlicht. Die neuen und überarbeiteten Draft Q&As zu Biosimilar-Entwicklung und dem Biologics Price Competition and Innovation Act (BPCI Act, Revision 4) übernehmen zahlreiche regulatorische Modernisierungsvorschläge des Pharmawissenschaftlers Prof. Sarfaraz K. Niazi. Dadurch könnten die Entwicklungskosten für Biosimilars um bis zu 50 Prozent – etwa 20 Millionen US-Dollar pro Programm – sinken und den Marktzugang für kleinere Biotechnologieunternehmen erheblich verbessern. Die FDA streicht in der neuen Leitlinie unter anderem die Pflicht zu vergleichenden klinischen Wirksamkeitsstudien, sofern analytische und pharmakokinetische Ähnlichkeit nachgewiesen sind. Tiertoxikologische Untersuchungen sowie gestaffelte analytische Ähnlichkeitsbewertungen entfallen als Standardanforderung. Auch vergleichende Immunogenitätsstudien werden als weitgehend überflüssig eingestuft. Zudem akzeptiert die Behörde nun unter bestimmten Voraussetzungen Daten aus Nicht-US-Vergleichsstudien und vereinfacht das IND-Verfahren sowie die CMC-Anforderungen (Chemistry, Manufacturing and Controls). Diese Änderungen gehen auf langjährige… 

国际专家共识定义胰腺癌的寡转移

Eine internationale Expert:innengruppe unter Federführung der Medizinischen Universität Wien hat erstmals einheitliche Kriterien zur Definition der Oligometastasierung beim metastasierten Pankreaskarzinom erarbeitet. Die im Fachjournal The Lancet Oncology veröffentlichte Konsensus-Erklärung des Projekts „OligoPanc“ schafft die Grundlage für gezieltere Therapiestrategien bei Patient:innen mit begrenzter Metastasierung. Bisher galt metastasierter Bauchspeicheldrüsenkrebs als systemische Erkrankung, bei der lokale Therapien wie Operationen in der Regel nicht mehr infrage kommen. Neuere Daten deuten jedoch darauf hin, dass eine kleine Untergruppe mit oligometastatischer Ausbreitung – also wenigen Metastasen – von einer Kombination aus systemischer und lokaler Behandlung profitieren kann. Bislang fehlte eine standardisierte Definition. An dem mehrstufigen Delphi-Konsensprozess nahmen 55 Expert:innen aus 20 Ländern und fünf Fachdisziplinen teil. Koordiniert wurde das Projekt von Carl-Stephan Leonhardt und Oliver Strobel (Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie) sowie Gerald W. Prager (Universitätsklinik für Innere Medizin I) der MedUni Wien. Konsens wurde über folgende Kriterien… 

研究人员使益生菌酵母对免疫功能低下患者更安全

Ein internationales Forschungsteam hat den probiotischen Hefepilz Saccharomyces boulardii gentechnisch so verändert, dass er für immungeschwächte Personen, ältere Menschen und Säuglinge deutlich weniger infektiös ist. Tierversuche zeigten, dass die modifizierte Variante im Vergleich zu unveränderten Stämmen keine systemischen Infektionen auslöst. Die Studie erschien am 6. März 2026 in Communications Biology. Saccharomyces boulardii wird als Nahrungsergänzungsmittel zur Förderung der Darmgesundheit vermarktet. In seltenen Fällen kam es jedoch bei immungeschwächten Patienten, Frühgeborenen und älteren Menschen zu schweren, teils tödlichen Blutstrominfektionen durch den Hefepilz. Das Team um Erstautorin Alexandra Imre (North Carolina State University und University of Debrecen) wollte die Ursachen klären und prüfen, ob eine genetische Modifikation die Virulenz reduzieren kann, ohne die probiotische Wirkung zu beeinträchtigen. Die Forschenden untersuchten Hefestämme aus kommerziellen Präparaten sowie klinische Isolate, darunter zwei von Patienten mit S.-boulardii-Blutstrominfektionen. In immungeschwächten Mäusen testeten sie die Virulenz und isolierten… 

Astrozyten entscheidend für späte Reifung der motorischen Koordination

Astrozyten, die sternförmigen Stützzellen des Gehirns, spielen eine bislang unterschätzte Rolle bei der Entwicklung flexibler und präziser motorischer Koordination in der späten Adoleszenz. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Direktor C. Justin Lee und Senior Research Fellow Hong Sungho vom Center for Memory and Glioscience des Institute for Basic Science (IBS) in Südkorea sowie Professor Erik De Schutter vom Okinawa Institute of Science and Technology (OIST) hat diesen Mechanismus im Kleinhirn entschlüsselt. Die Studie erschien am 18. Februar 2026 in Experimental & Molecular Medicine. Motorische Koordination ermöglicht es Tieren und Menschen, Bewegungen verschiedener Körperteile flexibel zu kombinieren – insbesondere in komplexen oder veränderlichen Umgebungen. Obwohl die strukturelle Reifung der beteiligten neuronalen Schaltkreise im Kleinhirn bereits früh im Leben weitgehend abgeschlossen ist, verbessert sich die Koordinationsfähigkeit bis ins Erwachsenenalter. Die Forschenden gingen der Frage nach, warum diese Diskrepanz besteht. Im Zentrum… 

专门的父母-婴儿心理治疗对高压力母亲尤其有效

Psychische Erkrankungen in den ersten Lebensjahren des Kindes betreffen etwa 15 bis 20 Prozent aller Mütter und können die frühe Eltern-Kind-Bindung erheblich beeinträchtigen. Eine randomisierte kontrollierte Interventionsstudie im Rahmen des multizentrischen Projekts SKKIPPI belegt nun, dass die fokussierte Eltern-Säugling-Kleinkind-Psychotherapie (ESKP-f) im Kurzzeitsetting bei Müttern mit sehr hoher psychischer Belastung der regulären Versorgung überlegen ist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health erschienen. Das von der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU) Berlin federführend koordinierte Projekt „Evaluation der Eltern-Säugling-Kleinkind-Psychotherapie durch Prävalenz- und Interventionsstudien“ (SKKIPPI) untersuchte 120 Mutter-Kind-Paare mit diagnostizierten mütterlichen psychischen Störungen. Die Teilnehmerinnen wurden randomisiert entweder der ESKP-f-Gruppe (12 Sitzungen über sechs Wochen) oder der Kontrollgruppe mit regulärer Gesundheitsversorgung („Care as Usual“) zugeteilt. Primäres Ziel war die Verbesserung der mütterlichen Feinfühligkeit als zentrale Voraussetzung für die gesunde emotionale Entwicklung des Säuglings. In beiden Gruppen zeigten sich… 

Ultraschnelle Röntgen-Photoelektronenspektroskopie am European XFEL beobachtet Molekülzerfall in Echtzeit

Ein internationales Forscherteam hat am European XFEL erstmals mit zeitaufgelöster Röntgen-Photoelektronenspektroskopie (tr-XPS) am Small Quantum Systems (SQS)-Instrument die ultraschnellen Ladungsumverteilungen während des Zerfalls des Moleküls Fluormethan (CH?F) verfolgt. Die Studie, die in Physical Review X erschienen ist, erreicht eine Zeitauflösung von etwa 35 Femtosekunden und liefert detaillierte Einblicke in kurzlebige Zwischenzustände chemischer Reaktionen. Die Forscher lösten die Reaktion zunächst mit einem optischen Laserpuls aus und nutzten anschließend Röntgenpulse des European XFEL, um Elektronen aus den inneren Schalen von Kohlenstoff- oder Fluoratomen herauszuschleudern. Die gemessene kinetische Energie der Photoelektronen – und damit die chemischen Verschiebungen – dient als empfindlicher Indikator für die lokale elektrische Umgebung und Ladungsverteilung um das jeweilige Atom. Die Messungen zeigten zwei konkurrierende Dissoziationswege: Einen schnellen Pfad mit Spaltung der C–F-Bindung, der zu CH?? und neutralem Fluor führt, sowie einen langsameren Weg über die C–H-Bindung, der CH?F? und… 

ETH Zürich entwickelt Bor-basierte Methode für automatisierte Synthese schwerlöslicher Proteine

Chemiker der ETH Zürich haben eine neue chemische Strategie entwickelt, mit der sich auch schwerlösliche Proteine automatisiert mittels Laborrobotern herstellen lassen. Die Methode basiert auf einer besonders reaktiven Bor-Verbindung und wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Sie eröffnet neue Perspektiven für die Produktion proteinbasierter Therapien, etwa gegen Krebs. Viele medizinisch relevante Proteine – darunter zahlreiche Antikörper sowie membranverankerte Rezeptoren, die Ziel von etwa 60 Prozent der aktuellen Arzneimittel sind – neigen bei höheren Konzentrationen zur Aggregation und verlieren dabei ihre Funktion. Dies behindert die chemische Proteinsynthese, bei der Peptidsegmente sequentiell verknüpft werden müssen: Bereits ein einzelnes schwerlösliches Segment blockiert oft den gesamten Prozess, da herkömmliche Verknüpfungsreaktionen hohe Konzentrationen der Reaktanten erfordern. Das Team um Prof. Jeffrey Bode vom Laboratorium für Organische Chemie der ETH Zürich nutzt nun zwitterionische, chirale Organobor-Komplexe, die aus Kalium-Acyltrifluoroboraten (KATs) abgeleitet sind. Diese maskieren die…