Dritter Verdachtsfall Newcastle-Krankheit in Bayern – betroffen sind 60.000 Tiere
Im Landkreis Rottal-Inn besteht auf einem Geflügelmastbetrieb in Gangkofen der Verdacht auf einen Ausbruch der Newcastle-Krankheit (aviäre Paramyxovirose). Betroffen sind rund 60.000 Masthähnchen, die typische klinische Symptome zeigen. Das teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am 6. März 2026 mit. Es handelt sich um den dritten Verdachtsfall in Bayern innerhalb kurzer Zeit. Zuvor waren bereits Ausbrüche im Landkreis Erding (bestätigt) und im Landkreis Mühldorf am Inn (bestätigt) amtlich festgestellt worden. Die Newcastle-Krankheit wird durch das aviäre Paramyxovirus Serotyp 1 (APMV-1) verursacht. Bei Geflügel führt das hochpathogene Virus zu schweren respiratorischen Symptomen, neurologischen Ausfällen (Torticollis, Lähmungen, Kreisbewegungen), grünlichem Durchfall, starkem Leistungsabfall und – bei empfindlichen Beständen – zu Mortalitätsraten von bis zu 90–100 Prozent. Das Virus ist sehr ansteckend und wird hauptsächlich über Tröpfcheninfektion, Kot, Federstaub und kontaminierte Ausrüstung übertragen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als nationales Referenzlabor für Newcastle-Krankheit…


