Neue Erkenntnisse zur Verbindung von Myokardinfarkt und Morbus Bechterew durch systembiologischen Ansatz
Eine bahnbrechende Studie, veröffentlicht in den Frontiers Journals, beleuchtet die molekularen Zusammenhänge zwischen Morbus Bechterew (ankylosierender Spondylitis, AS) und Myokardinfarkt (MI). Unter Anwendung eines systembiologischen Ansatzes hat ein Forscherteam neue Biomarker und potenzielle therapeutische Ansätze identifiziert, die das erhöhte Risiko für Herzinfarkte bei AS-Patienten erklären und die Risikostratifizierung sowie Prävention verbessern könnten. Die Studie analysierte vier öffentlich zugängliche Microarray-Datensätze, die Genexpressionsprofile von AS-Patienten, MI-Patienten und gesunden Kontrollpersonen umfassen. Durch integrative bioinformatische Methoden, einschließlich gewichteter Gen-Koexpressionsnetzwerkanalyse und maschinellem Lernen, wurden zwei zentrale Gene – S100A12 und MCEMP1 – als Schlüsselbiomarker identifiziert. Diese zeigen bei beiden Erkrankungen erhöhte Transkriptionsniveaus und ermöglichen eine präzise Unterscheidung von Patienten mit kombinierter AS-MI-Diagnose von jenen mit nur einer der beiden Erkrankungen. Ein diagnostisches Nomogramm, das Alter, C-reaktives Protein (CRP) und die Expression der beiden Gene berücksichtigt, verbessert die Klassifizierung um 34 %. Die funktionelle Analyse ordnet…

