Immunsuppression bei Knochenmetastasen: Neutrophile und DKK1 im Fokus
Eine neue Studie des Ludwig Collaborative Laboratory an der Weill Cornell Medicine und der Nanjing University, veröffentlicht in Cancer Cell, zeigt, warum Immuntherapien bei Knochenmetastasen oft versagen. Die Forscher identifizierten unreife Neutrophile, die durch das Protein Dickkopf-1 (DKK1) umprogrammiert werden, als zentrale Akteure bei der Schaffung eines immunsuppressiven Tumormikromilieus, das das Tumorwachstum fördert. Knochenmetastasen treten bei 40–90 % der Patienten mit fortgeschrittenem Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs sowie zunehmend bei gastrointestinalen Tumoren auf und gelten als unheilbar. Immun-Checkpoint-Blockade-Therapien (ICB), wie Anti-PD-1- oder Anti-CTLA-4-Antikörper, die bei primären Tumoren oft erfolgreich sind, zeigen bei Knochenmetastasen geringe Wirksamkeit. Die Studie klärt, dass hohe DKK1-Spiegel in Knochenmetastasen Neutrophile in einen unreifen, immunsuppressiven Zustand versetzen, der zytotoxische (CD8+) T-Zellen hemmt, die für den Erfolg von Immuntherapien entscheidend sind. Diese Neutrophilen produzieren das Protein CHI3L3, das die Aktivierung und Tumor-abtötende Funktion von T-Zellen unterdrückt. „Unsere Studie zeigt,…


