Mangelhafte Testung auf Lynch-Syndrom bei Gebärmutterkrebspatientinnen
London/Edinburgh, 10. Juni 2025 – Eine neue Studie unter Leitung der Universität Edinburgh zeigt alarmierende Lücken bei der Testung von Gebärmutterkrebspatientinnen auf das Lynch-Syndrom, eine genetische Erkrankung, die das Risiko für weitere Krebserkrankungen wie Darmkrebs erhöht. Trotz Richtlinien des britischen Gesundheitsdienstes NHS wurde weniger als die Hälfte der infrage kommenden Patientinnen auf diese Erbkrankheit getestet. Das Lynch-Syndrom, das etwa einen von 300 Menschen betrifft, erhöht das Risiko für Gebärmutterkrebs auf 50 Prozent im Vergleich zu drei Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Nur fünf Prozent der Betroffenen sind sich ihrer Erkrankung bewusst. Eine Diagnose ermöglicht präventive Maßnahmen wie regelmäßige Darmspiegelungen, die Einnahme von Aspirin oder Hysterektomien, die das Krebsrisiko senken, Behandlungsergebnisse verbessern und Kosten für den NHS reduzieren können. Laut der Studie, veröffentlicht in BMJ Oncology (doi.org/10.1136/bmjonc-2024-000688), wurden zwischen 2022 und 2023 über 2.500 Gebärmutterkrebsfälle in Großbritannien und Irland untersucht. Zwar wurden…

