Die kritische Abhängigkeit der USA von ausländischen Uranlieferungen
Die Vereinigten Staaten stehen im Jahr 2025 vor einer energiepolitischen Herausforderung, die in ihrer Brisanz kaum zu übertreffen ist: Die Abhängigkeit von ausländischen Uranlieferungen für den Betrieb ihrer Atomkraftwerke. Trotz der Rolle als zweitgrößter Verbraucher von Uran weltweit nach China, produzieren die USA nur einen Bruchteil ihres Bedarfs selbst – mit weitreichenden Folgen für die nationale Sicherheit und die Energieversorgung des Landes. Zahlen, Daten, Fakten: Die Dimension der Abhängigkeit Im Jahr 2023 kauften amerikanische Energieversorger 27 % mehr Uran als im Vorjahr, insgesamt 11,1 Millionen Pfund mehr Yellowcake-Uranäquivalent (U3O8e)[5]. Die Herkunft des Urans ist dabei bemerkenswert diversifiziert, jedoch mit einer deutlichen Schieflage zugunsten ausländischer Lieferanten: Noch dramatischer: Zählt man Russland, Kasachstan, Usbekistan und weitere instabile Lieferländer zusammen, stammten bis zu 50 % des in den USA verbrauchten Urans aus diesen Staaten[1]. Besonders Russland spielte dabei eine Schlüsselrolle: Vor dem Ukraine-Krieg…
