Forscher identifizieren den wichtigsten genetischen Risikofaktor für seltene Formen der Demenz
Forscher des VIB und der Universität Antwerpen haben einen wichtigen genetischen Risikofaktor für eine seltene Form der frontotemporalen Demenz identifiziert. Die heute in Nature Genetics veröffentlichte Entdeckung bietet einen biologischen Einstiegspunkt für einen Krankheitssubtyp, der schwer zu untersuchen war. Es könnte nicht nur dazu beitragen, die Diagnose und Patientenstratifizierung zu verbessern, sondern auch neue Wege für gezielte Behandlungen eröffnen. Frontotemporale Demenz oder FTD ist seltener und weniger bekannt als die Alzheimer-Krankheit, dennoch ist sie eine der Hauptursachen für Demenz in jüngeren Jahren. Es beeinflusst die Gehirnregionen, die an Verhalten, Persönlichkeit, Entscheidungsfindung und Sprache beteiligt sind. Zu den frühen Symptomen zählen daher häufig Veränderungen im Sozialverhalten, Empathieverlust, Impulsivität oder Sprachschwierigkeiten, manchmal lange bevor Gedächtnisprobleme offensichtlich werden. Prof. Rosa Rademakers (VIB-UEntwerpen Center for Molecular Neurology) hat ihre Karriere auf der Kartierung der genetischen Grundlagen verschiedener Formen frontotemporaler Demenz aufgebaut. Eine spezifische Form…


