DGKL lehnt Ausweitung labordiagnostischer Tests in Apotheken im ApoVVWG entschieden ab
Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) hat in einer Stellungnahme vom Februar 2026 erhebliche Bedenken gegen die im Entwurf des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVVWG) des Bundesministeriums für Gesundheit vorgesehene Ausweitung labordiagnostischer Tätigkeiten auf Apotheken geäußert. Die Fachgesellschaft lehnt diese Regelungen ab und sieht darin keinen Bedarf, da die labormedizinische Versorgung in Deutschland bereits flächendeckend, wohnortnah, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich gesichert sei. Nach Auffassung der DGKL würde ein paralleles Diagnostikangebot in Apotheken keine Versorgungslücke schließen, sondern eine ineffiziente Doppelstruktur schaffen, die potenziell die Qualität mindert und Kosten steigert. Voraussetzung jeder Labordiagnostik sei eine ärztliche Indikationsstellung, die in Apotheken aufgrund fehlender ärztlicher Kompetenz, ungeeigneter Räumlichkeiten für vertrauliche Anamnesen und klinische Untersuchungen sowie mangelnder hygienischer Voraussetzungen für den Umgang mit infektiösem Material (z. B. bei RSV, Influenza, Noroviren, Rotaviren oder Adenoviren) nicht gewährleistet werden könne. Die DGKL kritisiert zudem, dass Laborergebnisse aus…

