Osteoporose-Medikament Alendronat könnte Leben verlängern
Ein seit Jahrzehnten eingesetztes Osteoporose-Medikament könnte über die Behandlung von Knochenschwund hinaus das Leben verlängern. Forschende der Medizinischen Universität Wien haben im Rahmen eines vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Projekts Hinweise darauf gefunden, dass der Wirkstoff Alendronat, ein Bisphosphonat, positive Effekte auf das Immunsystem und die Tumorregulation haben könnte. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Wissenschaftsmagazin Scilog, basieren auf einer Studie mit dem Türkisen Killifisch (Nothobranchius furzeri), einem neuen Modellorganismus für die Osteoporoseforschung. Neuer Ansatz mit Killifisch: Alendronat, seit den 1990er-Jahren ein Standard in der Osteoporose-Therapie, hemmt Osteoklasten, die für den Knochenabbau verantwortlich sind, und reduziert so Frakturen wie Schenkelhals- oder Wirbelbrüche. Studien deuten jedoch darauf hin, dass Bisphosphonate die Sterblichkeit von Patient:innen über diesen Effekt hinaus senken könnten. Um die Mechanismen dahinter zu entschlüsseln, setzte das Team um Peter Pietschmann, Leiter der Abteilung für Zelluläre und Molekulare Pathophysiologie an der MedUni…

