Titan, Saturns größter Mond, ist eine seltsame, fremdartige Welt. Bedeckt von Flüssen und Seen aus flüssigem Methan, eisigen Felsbrocken und Dünen aus rußartigem „Sand“, fasziniert seine Topografie Wissenschaftler schon lange und regt zu Spekulationen an, ob unter der dichten, dunstigen Atmosphäre des Mondes möglicherweise Lebensformen lauern. Ein internationales Forscherteam unter der gemeinsamen Leitung von Antonin Affholder vom Department für Ökologie und Evolutionsbiologie der Universität von Arkansas und Peter Higgins vom Department für Erd- und Planetenwissenschaften der Harvard University hatte sich zum Ziel gesetzt, ein realistisches Szenario zu entwickeln, das zeigt, wie Leben auf Titan aussehen könnte, wenn es denn existiert, wo es am wahrscheinlichsten vorkommt und wie viel davon vorhanden sein könnte. „In unserer Studie konzentrieren wir uns auf das, was Titan im Vergleich zu anderen Eismonden einzigartig macht: seinen reichlichen organischen Gehalt“, sagte Affholder, ein Postdoktorand. Mithilfe bioenergetischer Modelle…