Der SPARK-Schaltkreis – der neue Schlüssel zum Verständnis der Parkinson-Krankheit
Die Parkinson-Krankheit galt jahrzehntelang vor allem als Erkrankung der Basalganglien und des Dopaminmangels. Seit 2026 gibt es ein deutlich erweitertes Bild: Im Mittelpunkt steht ein neu definierter Gehirn-Schaltkreis – der SPARK-Schaltkreis. Was ist der SPARK-Schaltkreis? SPARK ist die Abkürzung für SCAN-Parkinson’s circuit. Er basiert auf dem bereits früher beschriebenen SCAN-Netzwerk (Somato-Cognitive Action Network). Dieses Netzwerk verbindet im gesunden Gehirn Bewegungskontrolle (somatomotorisch) eng mit kognitiven und emotionalen Prozessen. Beim Parkinson-Patienten ist genau dieses Netzwerk pathologisch verändert: Es kommt zu einer starken Überkonnektivität (Hyperkonnektivität) zwischen dem motorischen Kortex und tiefen Hirnstrukturen wie Basalganglien, Thalamus und Substantia nigra. Diese abnorm starken Verbindungen gelten inzwischen als zentraler pathologischer Mechanismus der Erkrankung – nicht nur für die klassischen motorischen Symptome (Tremor, Rigor, Akinesie), sondern auch für viele nicht-motorische Beschwerden wie kognitive Störungen, Antriebslosigkeit, Schlafprobleme und affektive Veränderungen. Warum ist der SPARK-Schaltkreis so bedeutsam? Praktische Konsequenzen…




