Fortpflanzung im Weltraum: Eine feindliche Umgebung für die menschliche Biologie
London – Mit der Kommerzialisierung der Raumfahrt und längeren Aufenthalten im All wird die reproduktive Gesundheit jenseits der Erde zu einer praktischen und dringenden Herausforderung. Das betont ein neuer Expertenbericht in Reproductive BioMedicine Online (RBMO), der am 4. Februar 2026 veröffentlicht wurde. Die Autoren – darunter Embryologe Giles Palmer (International IVF Initiative), NASA-Forscher Fathi Karouia und weitere Spezialisten für Reproduktionsmedizin, Luft- und Raumfahrtmedizin sowie Bioethik – argumentieren: Die einst getrennten Entwicklungen der ersten Mondlandung (1969) und der ersten In-vitro-Fertilisation (1978) kollidieren heute in der Realität. Der Weltraum wird zum Arbeitsplatz und potenziellen Lebensraum, während assistierte Reproduktionstechnologien (ART) hochautomatisiert, tragbar und zugänglich geworden sind. Der Weltraum stellt jedoch eine extrem feindliche Umgebung für Fortpflanzungsprozesse dar: Schwerelosigkeit (Mikrogravitation), kosmische Strahlung, zirkadiane Störungen und andere Faktoren beeinträchtigen Gametogenese, Embryonalentwicklung und Fruchtbarkeit. Bisherige Daten aus Tierstudien und kurzen Astronautenmissionen zeigen: Trotz dieser Lücken gibt…
