Hochempfindliche Methode zum Nachweis seltener Krebsmutationen
Die Flüssigbiopsie wird zunehmend als vielversprechendes Instrument zur Krebserkennung und Therapiekontrolle anerkannt, ihre Wirksamkeit ist jedoch oft durch die extrem niedrigen Konzentrationen von tumorabgeleiteter DNA im Blut begrenzt. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben Forscher unter der Leitung von Professor Junseok W. Hur vom Korea University College of Medicine in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern MUTE-Seq entwickelt, eine hochempfindliche CRISPR-basierte Methode zur Erkennung von Krebsmutationen mit extrem niedriger Häufigkeit. Gleichzeitig werden Sequenzierungskosten und Hintergrundrauschen reduziert. Die Studie wurde erstmals am 21. August 2025 online veröffentlicht und später in Band 37, Ausgabe 47 der Fachzeitschrift „ Advanced Materials“ am 27. November 2025 publiziert. Aufgrund ihrer herausragenden Qualität wurde sie als Titelbild der Zeitschrift ausgewählt. Kernstück dieses Ansatzes ist FnCas9-AF2, ein gentechnisch verändertes, hochpräzises CRISPR-Enzym, das selbst Einzelbasenfehlpaarungen mit außergewöhnlicher Genauigkeit erkennt und unterscheidet. Die Variante zeigt nahezu keine Off-Target-Aktivität und spaltet selektiv perfekt passende…




