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Nahrungsmangel verändert Darmmikrobiom von Kindern

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Nahrungsunsicherheit hinterlässt offenbar eine messbare biologische Spur im Darmmikrobiom von Kindern. Das zeigt eine Studie an äthiopischen Schülern, die auf dem ASM Microbe 2026 Kongress vorgestellt wurde. Kinder aus Haushalten mit Nahrungsunsicherheit wiesen demnach veränderte Darmbakterienprofile auf, darunter erhöhte Werte des Bakteriums Sutterella, das bereits mit schlechter Ernährungsqualität und Darmentzündungen in Verbindung gebracht wird. Die Studie wurde von Forschern um Bineyam Taye von der Colgate University durchgeführt. Die Wissenschaftler hatten Stuhlproben von Kindern aus nahrungssicheren und nahrungsunsicheren Haushalten mittels DNA-Sequenzierung und statistischen Analysen verglichen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Nahrungsunsicherheit die Kindergesundheit nicht nur über mangelnde Nährstoffzufuhr, sondern auch über Veränderungen im Mikrobiom beeinflussen könnte, das eine wichtige Rolle bei Verdauung, Stoffwechsel und Immunfunktion spielt. Taye betonte, die Studie trage dazu bei, die Forschungslücke zum Darmmikrobiom in einkommensschwachen und nicht-westlichen Bevölkerungsgruppen zu schließen. Künftige Untersuchungen sollen klären, ob diese… 

Leichtere Röntgenschürzen ohne Blei

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Forscher der University of Waterloo haben ein leichtes und flexibles Polymermaterial entwickelt, das Blei in schweren Röntgenschürzen ersetzen könnte. Das neue Material bietet vergleichbaren Strahlenschutz bei einer Gewichtsreduktion von fast 90 Prozent und soll chronische Rücken- und Nackenschmerzen bei medizinischem Personal verringern. Blei-Schürzen, die täglich über längere Zeit getragen werden, führen häufig zu muskuloskelettalen Beschwerden. Zudem geben sie Bleistaub ab, der eingeatmet oder verschluckt werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation stuft jede Bleiexposition als gesundheitsschädlich ein. Das Team um Professor Tizazu Mekonnen setzte auf Wolfram-Nanopartikel, die in ein weiches Silikon-basiertes Polymer eingebettet wurden. Durch gezielte Anordnung in Schichten (Gradienten) und die Verwendung stabförmiger Partikel gelang es, hohe Abschirmwirkung bei gleichzeitig hoher Flexibilität zu erreichen. Tests in Zusammenarbeit mit dem Grand River Hospital in Kitchener bestätigten die Wirksamkeit. Das Material könnte nicht nur in der Medizin, sondern auch in anderen Bereichen mit Strahlenexposition… 

DiGA-Skandal: Diagnose Deutschland Podcast bei RTL+

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Berlin (LabNews.ai) – Viele Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden verordnet und von den Krankenkassen finanziert, obwohl ihr medizinischer Nutzen unzureichend belegt ist. Das LabNews Media Podcast Format „Diagnose Deutschland“ bei RTL+ hat diesen Missstand in einer aktuellen Untersuchung aufgedeckt und spricht von einem „DiGA-Skandal“. Demnach ermöglicht das Fast-Track-Verfahren des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorläufige Zulassungen, bei denen Hersteller hohe Preise abrechnen können, ohne dass ein klarer Beleg für Wirksamkeit vorliegt. Viele Apps würden später in die Regelversorgung übernommen, obwohl der tatsächliche Patientennutzen fraglich bleibe. Zum Podcast: Der Beitrag ist in der aktuellen Folge von „Diagnose Deutschland“ auf RTL+ erschienen. Link zum Podcast:https://plus.rtl.de/content/audio/clip_2007513 „Diagnose Deutschland“ ist ein investigatives LabNews Media LLC -Format, das regelmäßig Missstände im deutschen Gesundheitswesen thematisiert und aufklärt. Die aktuelle Folge beleuchtet kritisch das DiGA-System, das seit Einführung Milliardenkosten für die gesetzlichen Krankenkassen verursacht hat.

Infektionen als unterschätzte Gefahr für Menschen mit Diabetes

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Infektionen stellen eine erhebliche und bislang unterschätzte Gesundheitsgefahr für Menschen mit Diabetes dar. Zu diesem Ergebnis kommt eine der größten Studien zu diesem Thema, die von Forschenden der City St George’s, University of London durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Diabetes“ veröffentlicht und auf dem Kongress der American Diabetes Association vorgestellt. Die Analyse von anonymisierten Daten aus England umfasste mehr als 800.000 Menschen mit Typ-1-Diabetes, Typ-2-Diabetes oder Prädiabetes sowie über eine Million Vergleichspersonen. Menschen mit Typ-1-Diabetes hatten demnach ein um 81 Prozent erhöhtes Risiko für ambulant behandelte Infektionen und ein mehr als vierfach höheres Risiko für eine Krankenhauseinweisung wegen Infektionen. Bei Typ-2-Diabetes stiegen die Risiken um 51 beziehungsweise 91 Prozent, bei Prädiabetes um 35 und 33 Prozent. Infektionen waren bei Typ-2-Diabetes die dritthäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Besonders häufig führten Atemwegsinfektionen wie Lungenentzündungen zu Krankenhausaufenthalten. Bei Typ-2-Diabetes… 

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Finerenone zeigt erweiterte Vorteile bei chronischer Nierenerkrankung

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Das Nierenmedikament Finerenone könnte künftig einem deutlich breiteren Patientenkreis helfen. Drei große Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff die Nierenfunktion erhält, das kardiovaskuläre Risiko senkt und das Überleben verbessert – nicht nur bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, sondern auch bei nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung (CKD) und glomerulären Erkrankungen. Die Ergebnisse wurden am 5. Juni 2026 auf dem Kongress der European Renal Association in Glasgow vorgestellt und zeitgleich in den Fachzeitschriften The New England Journal of Medicine, JAMA und The Lancet veröffentlicht. In der FIND-CKD-Studie mit 1.584 Patienten ohne Diabetes verlangsamte Finerenone zusätzlich zur Standardtherapie den Rückgang der Nierenfunktion deutlich. Das Risiko für Nierenversagen, Fortschreiten der CKD, Herzinsuffizienz oder kardiovaskulären Tod sank um 23 Prozent. Bei Patienten mit glomerulären Erkrankungen reduzierte sich das Risiko für Nierenversagen oder CKD-Fortschreiten um 26 Prozent, die Eiweißausscheidung im Urin sogar um 42 Prozent. Eine gepoolte Analyse aller… 

Biochem Explainer: Der Karl Muskelbündelriss

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Chicago/Berlin (labnews.ai) – Schock für den DFB wenige Tage vor dem WM-Auftakt: Der 18-jährige Offensivspieler Lennart Karl fällt mit einem Muskelbündelriss im linken vorderen Oberschenkel für die gesamte Weltmeisterschaft aus. Der Bundestrainer reagierte umgehend und nominierte einen Ersatz nach. Aus labormedizinischer Sicht handelt es sich um eine strukturelle Muskelverletzung mit typischen biochemischen Markern und einem klar definierten Heilungsverlauf. Was ist ein Muskelbündelriss biochemisch? Ein Muskelbündelriss (auch als Grad-3-Verletzung klassifiziert) entsteht durch übermäßige mechanische Belastung, bei der mehr als 5 mm der Muskelfaserstruktur unterbrochen werden – im Gegensatz zum kleineren Muskelfaserriss. Betroffen ist häufig der muskulotendinöse Übergang im M. quadriceps femoris (vorderer Oberschenkel). Bei der Verletzung kommt es zur Zerstörung von Muskelfasern und deren umgebenden Strukturen. Dies führt zur Freisetzung intrazellulärer Inhalte: Diese biochemischen Veränderungen spiegeln die Degenerationsphase wider: Abbau zerstörter Strukturen, Entzündungsreaktion mit Makrophagen-Einwanderung und anschließender Regeneration durch Satellitenzellen (Muskelstammzellen).… 

Kreatin könnte Immunzellen gegen Krebs stärken

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Kreatin, eine bei Sportlern beliebte Nahrungsergänzung, kann offenbar eine wichtige Klasse von Immunzellen aufladen und so die körpereigene Krebsabwehr unterstützen. Das zeigt eine Studie der University of California in Los Angeles (UCLA), die in der Fachzeitschrift „iScience“ veröffentlicht wurde. Die Forscher um Professorin Lili Yang fanden heraus, dass Kreatin nicht nur Killer-T-Zellen, sondern auch dendritische Zellen mit Energie versorgt. Diese dendritischen Zellen erfassen Tumorfragmente und aktivieren die T-Zellen, die Tumore bekämpfen. In Mäuseversuchen verlangsamte die Gabe von Kreatin das Tumorwachstum deutlich und steigerte sowohl die Anzahl als auch die Aktivität der dendritischen Zellen im Tumor. Die Wissenschaftler beobachteten, dass Kreatin den ATP-Spiegel in den Zellen erhöht und entzündliche Signalwege stabilisiert. Auch an menschlichen dendritischen Zellen zeigten sich positive Effekte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kreatin sowohl als Ergänzung zur bestehenden Immuntherapie als auch zur Verbesserung dendritischer Zellvakzinen genutzt werden… 

ISS-Leck alarmiert Crew: So tödlich wirkt der Weltraum auf ungeschützte Astronauten

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Washington (LabNews.ai) – Ein anhaltendes Leck im russischen Segment der Internationalen Raumstation (ISS) hat die Besatzung und Bodenstationen in Alarmbereitschaft versetzt. Experten warnen vor den dramatischen Folgen, die eine vollständige Dekompression oder ein ungeschützter Aufenthalt im Weltraum für den menschlichen Körper hätte. Wissenschaftliche Erkenntnisse von NASA und anderen Raumfahrtagenturen belegen die extremen Risiken. Im Falle eines plötzlichen Druckverlusts durch ein größeres Leck oder einen Unfall wäre die Besatzung ohne sofortigen Schutz in Lebensgefahr. Der Weltraum ist ein nahezu perfektes Vakuum: Es gibt keinen Luftdruck, keine schützende Atmosphäre und extreme Temperaturschwankungen. Der menschliche Körper ist für solche Bedingungen nicht ausgelegt. Sofortige Auswirkungen des Vakuums Bereits nach etwa 9 bis 15 Sekunden tritt Bewusstlosigkeit ein, da der Sauerstoff im Blut rasch verbraucht wird und deoxygeniertes Blut das Gehirn erreicht. Ohne schnelle Rettung und Wiederherstellung des Drucks folgt der Tod innerhalb von Minuten… 

credits labnewsai by LabNews Media LLC

TMF-Jahreskongress diskutiert Zukunft der Gesundheitsdaten

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Berlin (labnews.ai) – Wie aus Gesundheitsdaten Innovationen entstehen und welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit diese Daten Forschung und Versorgung tatsächlich voranbringen, steht im Mittelpunkt des 17. TMF-Jahreskongresses. Die Veranstaltung findet am 16. Juni 2026 in Berlin statt. Angesichts der aktuellen Digitalgesetze und des geplanten Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS) wollen Experten aus Wissenschaft, Politik, Versorgung und Industrie diskutieren, wie leistungsfähige Dateninfrastrukturen, praktikable regulatorische Rahmenbedingungen und ein lernendes Gesundheitssystem die digitale Transformation unterstützen können. Im Fokus steht dabei auch ein Realitätscheck: Wie prägen die neuen Digitalgesetze die Zukunft der medizinischen Forschung und wo besteht politischer Nachbesserungsbedarf? Der TMF-Jahreskongress wird in diesem Jahr gemeinsam mit zwei starken Partnern ausgerichtet: dem Berlin Institute of Health (BIH) der Charité sowie dem Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin, einem Leibniz-Institut. Teilnehmer können hochrangige Impulse führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, interaktive Panels sowie Führungen und Workshops erwarten. Der Kongress der TMF –… 

Infografik Gebärmutterkrebs Credits AstraZeneca

Gebärmutterkrebs: Frühe Abklärung von Blutungen nach den Wechseljahren entscheidend

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Berlin (labnews.ai) – Im Juni macht der Aufklärungsmonat für Gebärmutterkrebs (Uterine Cancer Awareness Month) auf die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane aufmerksam. Bei früher Erkennung ist die Prognose für gewöhnlich gut. Besonders wichtig ist die rasche ärztliche Abklärung jeder vaginalen Blutung nach den Wechseljahren. Gebärmutterkrebs, auch Endometriumkarzinom genannt, entsteht meist in der Gebärmutterschleimhaut und tritt vor allem bei älteren Frauen auf. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren. Bei etwa jeder vierten Betroffenen wird die Diagnose erst in einem fortgeschrittenen Stadium gestellt, was die Behandlung erschwert. Ein etabliertes Früherkennungsprogramm gibt es im Gegensatz zu anderen Krebsarten nicht. Zu den wichtigsten Warnzeichen zählen Blutungen nach den Wechseljahren, Blutungen außerhalb der Regel, ungewöhnlicher Ausfluss, Schmerzen im Unterbauch oder unerklärlicher Gewichtsverlust. Die AstraZeneca GmbH appelliert anlässlich des Awareness Month an Frauen, solche Symptome ernst zu nehmen und sowohl mit Ärztinnen und Ärzten als…