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Psychedelika-Therapien: Was wir 2026 wissen – Wirkmechanismen, klinische Evidenz und Perspektiven

Psychedelika-Therapien (auch „psychedelisch-assistierte Therapie“) kombinieren die einmalige Gabe einer psychedelischen Substanz mit intensiver psychotherapeutischer Begleitung in einem kontrollierten, medizinisch überwachten Setting. Im Gegensatz zum reinen Drogenkonsum steht hier nicht die akute Rauschwirkung im Vordergrund, sondern die langfristige Veränderung von Denkmustern, Emotionen und Verhaltensweisen. Die aktuelle Forschung (Stand April 2026) zeigt vielversprechende Ergebnisse bei schwer behandelbaren psychischen Erkrankungen – vor allem Depressionen, PTBS, Angststörungen und Suchterkrankungen. Die wichtigsten Substanzen und ihre Einsatzgebiete Gemeinsamer Wirkmechanismus – die neue Mega-Analyse 2026 Die bisher größte Hirnbildgebungs-Studie (Nature Medicine, April 2026) hat über 500 Messungen von 267 Probanden unter fünf verschiedenen Psychedelika ausgewertet. Das zentrale Ergebnis: Trotz unterschiedlicher chemischer Strukturen erzeugen alle Substanzen ein sehr ähnliches Muster im Gehirn: Dieses Muster erklärt die typischen Erlebnisse: veränderte Wahrnehmung, Ego-Auflösung, tiefgreifende emotionale Einsichten und die Fähigkeit, festgefahrene Denkmuster zu durchbrechen. Gleichzeitig öffnet sich ein kurzes „kritisches Fenster“… 

Tau-Protein breitet sich über neuronale Verbindungen aus

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Tau-Protein, eines der beiden zentralen pathologischen Merkmale der Alzheimer-Krankheit, breitet sich im Gehirn entlang der natürlichen neuronalen Verbindungen aus. Das zeigt eine groß angelegte Studie, die am 8. April 2026 in der Fachzeitschrift „Neuron“ veröffentlicht wurde. Ein Forschungsteam der University of Alabama at Birmingham (UAB), der Rush University in Chicago und der SUNY Upstate Medical University hat anhand von Post-mortem-Gehirnproben und Langzeitdaten von 128 Teilnehmern der ROSMAP-Studie nachgewiesen, dass sogenannte „Tau-Samen“ (kleine, pathogene Tau-Aggregate) von einer Hirnregion zur nächsten wandern – vor allem über synaptische Verbindungen. Die Forscher verglichen Proben aus dem unteren Temporallappen (wichtig für das Gedächtnis) mit solchen aus dem oberen Frontallappen (zuständig für Arbeitsgedächtnis und komplexes Denken). Tau-Pathologie beginnt typischerweise im Temporallappen und breitet sich später in den Frontallappen aus. Mit Hilfe genetischer Analysen (Mendelian Randomization) und funktioneller MRT-Daten (fMRI) aus der Zeit vor dem Tod konnten… 

Wal Timmy: Strafantrag widerlegt Bianca König (WDC)

Mit ihrer heutigen Aussage gegenüber der dpa hat Bianca König, Sprecherin der Whale and Dolphin Conservation (WDC), nicht nur den Tierschutz verraten, sondern die internationale Wissenschaft bewusst oder fahrlässig ignoriert. „Den Wal zu töten und von seinem Schicksal zu ‚erlösen‘ sei aktuell keine Option“, erklärte sie. Die Einschläferung sei „vom Tisch“, weil „darüber bei so großen Säugetieren in der Praxis zu wenig bekannt“ sei. Es bestehe die Gefahr, dass sedierende Medikamente „zu gering dosiert“ werden, sodass „man nicht ausschließen“ könne, dass Timmy die Tötung „bei vollem Bewusstsein miterlebt“. Auch eine Überdosierung könne zu Komplikationen führen. Das ist wissenschaftlich bankrott, eine gefährliche Fehlinformation und ein direkter Verrat am Tierschutz. Die heute eingereichte Strafanzeige und der Strafantrag von Marita Vollborn und Vlad Georgescu gegen Umweltminister Till Backhaus (SPD) und weitere Verantwortliche wegen Tierquälerei (§ 17 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) TierSchG)… 

Demenztherapie: Nicht-medikamentöse Ansätze erhalten Selbstständigkeit

Die Therapie von Demenz wird häufig auf die Verordnung von Medikamenten reduziert. Dabei können nicht-medikamentöse Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, gezielte kognitive Aktivierung, Ergotherapie oder Musiktherapie einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie stabilisieren kognitive Fähigkeiten, fördern Alltagskompetenzen und lindern Begleitsymptome wie Unruhe, Apathie oder depressive Verstimmungen – oft mit nachhaltiger Wirkung auf die Lebensqualität von Betroffenen und ihren Angehörigen. „Nicht-medikamentöse Therapien setzen an den vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten der Menschen an“, betont Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin Wissenschaft bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI). „Richtig angeleitet und regelmäßig durchgeführt, helfen sie, Selbstständigkeit länger zu erhalten und das Wohlbefinden zu verbessern.“ Die AFI informiert Betroffene und Angehörige darüber, welche Ansätze wissenschaftlich untersucht sind und worauf bei der Auswahl geachtet werden sollte. Bewegung als eine der besten evidenzbasierten MaßnahmenKörperliche Aktivität zählt zu den am besten belegten nicht-medikamentösen Interventionen. Dazu gehören zügiges Gehen, Radfahren, Gymnastik,… 

Uremic Toxins: Gut-Derived Poisons That Worsen Inflammation and Cardiovascular Risk in Chronic Kidney Disease

Uremic toxins, particularly the so-called gut-derived uremic toxins (GDUTs), play a central role in the progression of chronic kidney disease (CKD) and its complications. These substances are produced by the metabolism of gut bacteria and accumulate in the body as kidney function declines. They promote systemic inflammation, arterial stiffness, vascular damage, and increase cardiovascular risk – even when kidney function (measured by creatinine or eGFR) remains stable. The new probiotic Lactobacillus rhamnosus L34 from Chulalongkorn University targets precisely these toxins and has been shown in studies to lower their levels. Uremic toxins are a heterogeneous group of substances that are not adequately excreted in impaired kidney function. Particularly problematic are the protein-bound uremic toxins (PBUTs), which are bound to proteins in the blood and therefore difficult to remove by conventional dialysis. The most important gut-derived representatives are: In CKD, there is a dysbiosis of the… 

Fraunhofer IAIS: Three-stage model for successful AI strategy in hospitals

The new white paper from the Fraunhofer Institute for Intelligent Analysis and Information Systems IAIS describes in detail how hospitals can strategically and sustainably implement artificial intelligence (AI). At its core is a three-stage approach model that systematically outlines the path from the initial assessment to ongoing operation. It is intended to support hospitals not only in testing AI in pilot projects but also in using it in a way that sustainably relieves the burden on medical and nursing staff, increases the quality of care, and meets regulatory requirements such as the EU AI Act, the GDPR, and the Medical Device Regulation (MDR). The model is divided into three sequential phases: 1. Analysis and Development (AI Readiness)In this first phase, hospitals comprehensively assess their starting situation. This includes examining data quality and availability, analyzing the existing IT architecture, evaluating organizational structures, and assessing existing employee competencies. The goal is to identify weaknesses and the necessary…

Fall Timmy: Strafantrag gegen Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus

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Die Bestseller-Autoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu haben heute Strafanzeige und Strafantrag gegen Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sowie weitere verantwortliche Amtsträger und Behördenmitarbeiter gestellt. Sie werfen ihnen Tierquälerei durch Unterlassen gemäß § 17 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) TierSchG vor. Die Anzeige wurde bei der Staatsanwaltschaft Rostock und der Polizeiinspektion Wismar eingereicht. Die Anzeigenden begründen den Vorwurf damit, dass der etwa 12–15 Meter lange Buckelwal „Timmy“ seit Anfang April 2026 weitgehend bewegungslos in flachem Wasser der Wismarer Bucht (Kirchsee südlich der Insel Poel) lag, nur noch unregelmäßig atmete und erkennbare schwere Leiden erlitt. In der Pressekonferenz am 7. April 2026 hatten Minister Backhaus sowie Experten des Deutschen Meeresmuseums Stralsund und des ITAW erklärt, dass weitere Rettungsversuche – einschließlich eines geplanten dänischen Spezial-Katamarans – eingestellt seien. Eine humane Euthanasie wurde ausdrücklich ausgeschlossen. Das Tier solle „in Ruhe sterben“ und… 

Erste Konferenz zu molekularen Technologien in der Labormedizin im Jemen eröffnet

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In Sana’a hat die erste wissenschaftliche Konferenz der Fakultät für Labormedizin der 21. September Universität für Medizin und Angewandte Wissenschaften begonnen. Die zweitägige Veranstaltung steht unter dem Motto „Moderne molekulare Technologien in der Labormedizin“. Die Konferenz umfasst rund 40 wissenschaftliche Vorträge und Beiträge. Etwa 800 Forscher und Spezialisten aus verschiedenen jemenitischen Gouvernements nehmen teil, darunter auch Beiträge aus anderen arabischen und ausländischen Ländern. Der Präsident der Universität und Vorsitzende der Konferenz, Dr. Mujahid Ma’sar, erklärte, es handele sich um die erste Konferenz dieser Art im Jemen zum Thema molekulare Technologien in der Labormedizin. Sie spiegele das wachsende Interesse an diesem Fachgebiet wider. Die präsentierten Arbeiten behandeln aktuelle Entwicklungen in der Molekulartechnologie für Forschung und Diagnostik. Schwerpunkte liegen unter anderem auf molekularer Krebsforschung, genetischen Erkrankungen, Blutkrankheiten, Mikrobiologie und Parasitologie. Weitere Themen sind Technologien zur Diagnose genetischer Erkrankungen während der Schwangerschaft, der… 

Iran as the Political Winner: The Preliminary Ceasefire with the USA

The two-week ceasefire agreed upon Tuesday between the US, Israel, and Iran marks the provisional end of an escalation that has shaken the Middle East since February 2026. At first glance, it appears to be a pragmatic step to avoid further destruction. However, upon closer inspection, Iran has achieved a clear political victory – not on the battlefield, but in the arena of power and credibility. The United States, under President Donald Trump, has been forced to back down from its maximum demands and begin negotiations based on Iranian proposals. The path to this point has been marked by erratic US policy, which has weakened its own position. Trump had set deadlines, escalated threats, and then retracted them – from announcing massive attacks on civilian infrastructure to warning that an "entire civilization" was at stake. Within hours, the situation changed...

Trump droht Iran mit Untergang einer „ganzen Zivilisation“ – Kritiker sehen Anzeichen kognitiver Dysfunktion

US-Präsident Donald Trump hat seine Rhetorik im Konflikt mit dem Iran dramatisch zugespitzt und gewarnt, eine „ganze Zivilisation“ werde in der Nacht untergehen, falls Teheran nicht einlenke und die Straße von Hormus öffne. Die apokalyptischen und widersprüchlichen Äußerungen vom Dienstag lösen in den USA neue Debatten über eine mögliche kognitive Dysfunktion des 79-jährigen Präsidenten aus. In einem Truth-Social-Post schrieb Trump: „A whole civilization will die tonight, never to be brought back again. I don’t want that to happen, but it probably will.“ Er deutete zugleich an, dass nach einem möglichen Regimewechsel „different, smarter, and less radicalized minds prevail“ könnten und nannte den Moment „one of the most important moments in the long and complex history of the world“. Parallel drohte er mit der Zerstörung aller iranischen Brücken und Kraftwerke bis Mitternacht: „They’re going to have no bridges, they’re going to…