USA: Opioid-Krise erreicht die Kinder
Aktuelle US-amerikanische Forschungsdaten zeigen eine besorgniserregende Entwicklung bei medizinischen Notrufen im Zusammenhang mit einer Opioid-Exposition bei Kindern und Jugendlichen. Besonders auffällig ist der Anstieg bei den 11- bis 13-jährigen: Zwischen 2019 und 2023 hat sich die Zahl der entsprechenden Rettungsdiensteinsätze national mehr als verdoppelt – von 255 auf 553 Fälle jährlich. Im Gegensatz dazu ging die Zahl der Einsätze im Teenager-Alter ab 2022 leicht zurück, was auf die ersten Wirkungen von Präventionsmaßnahmen oder gesellschaftlichen Trends hindeuten könnte. Die Ergebnisse, vorgestellt auf dem diesjährigen Kongress der American Academy of Pediatrics in Denver, beruhen auf einer Auswertung von NEMSIS-Daten, die deutschlandweit Rettungseinsätze erfassen. Die Analyse differenziert zwischen Mittelschulkindern und älteren Jugendlichen, da sich Altersmuster, Geschlechterverteilung und Schweregrad der klinischen Verläufe klar unterscheiden. Im jüngeren Segment sind Mädchen mit über 60 Prozent der Fälle überrepräsentiert und zeigen zudem häufiger eine kritischere Erkrankung; fast…
