Polioviren im Abwasser: Impflücken und Migration erhöhen Risiko in Deutschland
In zahlreichen deutschen Städten wie München, Dresden, Hamburg, Köln, Bonn, Düsseldorf, Mainz, Berlin und Stuttgart sind Polioviren im Abwasser nachgewiesen worden, was das Robert Koch-Institut (RKI) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) zu dringenden Warnungen vor Impflücken veranlasst. Die nachgewiesenen Erreger, zirkulierende impfstoffassoziierte Polioviren Typ 2 (cVDPV2), stammen von mutierten Impfviren, die wieder krankmachend werden können, insbesondere bei Menschen ohne ausreichenden Impfschutz. Experten sehen keine Gefahr einer flächendeckenden Ausbreitung, halten jedoch eine lokale Übertragung für zunehmend wahrscheinlich, da die Funde seit Ende 2024 bestehen und an verschiedenen Standorten nachgewiesen wurden. Besonders gefährdet sind ungeimpfte Kinder unter fünf Jahren, immungeschwächte Erwachsene und Menschen aus Krisengebieten, wo Impfprogramme durch Konflikte unterbrochen sind. Die DGN und das RKI fordern, den Impfstatus zu überprüfen, Hygienemaßnahmen zu verstärken und die migrationsmedizinischen Herausforderungen gezielt anzugehen, um die Verbreitung der gefürchteten Kinderlähmung zu verhindern. Poliomyelitis ist…

