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Neuer Durchbruch in der Protonentherapie: Präzisere Behandlung von Hirntumoren

Dresden, 8. Mai 2025 – Die Protonentherapie, eine hochpräzise Methode zur Behandlung von Hirntumoren, birgt trotz ihrer Gewebeschonung Risiken durch die variable biologische Wirksamkeit der Protonenstrahlen. Forschende des Nationalen Zentrums für Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay in Dresden haben nun einen Ansatz entwickelt, um diese Risiken besser abzuschätzen und durch optimierte Planungsverfahren deutlich zu senken. Die biologische Wirksamkeit von Protonen, die angibt, wie stark sie Gewebe im Vergleich zu Photonenstrahlen schädigen, wird klinisch pauschal mit einem Faktor von 1,1 angesetzt. Studien zeigen jedoch, dass sie lokal, besonders am Strahlende, deutlich höher sein kann, was empfindliche Strukturen wie Sehnerven oder gesundes Hirngewebe gefährdet. „Eine feste Annahme der Wirksamkeit kann die Belastung für gesundes Gewebe unterschätzen“, erklärt Martina Palkowitsch, Erstautorin der Studie. Das OncoRay-Team um Prof. Steffen Löck analysierte die Behandlungsdaten von 105 Patient*innen, die zwischen 2015 und 2022 in Dresden… 

Asthma und Allergien haben psychische Auswirkungen

Menschen, die jahrelang an Asthma oder Allergien leiden, wissen, wie belastend diese Erkrankungen für die Psyche sein können. Die Mai-Ausgabe der Annals of Allergy, Asthma and Immunology (Annals ), der wissenschaftlichen Zeitschrift des American College of Allergy, Asthma and Immunology, untersucht die psychische Belastung, die diese Erkrankungen mit sich bringen können. „Die Krankheiten, die wir in der Allergie-/Immunologie behandeln, sind überwiegend chronisch und haben oft psychische Auswirkungen auf die Betroffenen“, sagt Dr. Mitchell Grayson, Allergologe und Chefredakteur von Annals. „Manchmal konzentrieren wir uns als Ärzte auf die Diagnose und Behandlung der Krankheit, erkennen aber nicht das Leid, das der Patient erleidet. Angst und Furcht können wesentliche Bestandteile allergischer Erkrankungen sein und die erfolgreiche Behandlung der Grunderkrankung erheblich beeinträchtigen. In dieser Ausgabe untersuchen wir die psychischen Auswirkungen von Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien und Asthma. Wir beschreiben nicht nur die psychischen Auswirkungen auf die… 

Operation Paperclip: Die Übernahme ehemaliger NSDAP-Forscher durch die USA

Am 8. Mai 1945, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht, endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Dieser Tag, bekannt als VE-Day (Victory in Europe Day), markierte nicht nur das Ende eines der verheerendsten Konflikte der Geschichte, sondern auch den Beginn einer neuen Phase geopolitischer und wissenschaftlicher Umwälzungen. Während die Alliierten die Trümmer des Krieges sichteten, erkannten die Vereinigten Staaten schnell das Potenzial deutscher Wissenschaftler und Ingenieure, die unter dem NS-Regime gearbeitet hatten. Diese Erkenntnis führte zur Operation Paperclip, einem geheimen Programm, das die Rekrutierung ehemaliger NSDAP-Mitglieder und anderer Experten zum Ziel hatte. Dieser Artikel beleuchtet die historischen Hintergründe, den Ablauf und die Folgen dieser Übernahme, mit einem Fokus auf den 8. Mai 1945 und die unmittelbare Nachkriegszeit. Der 8. Mai 1945: Ein Wendepunkt Am 8. Mai 1945 unterzeichnete die deutsche Wehrmacht in Reims und später in Berlin-Karlshorst die Kapitulationsurkunde.… 

Eingeschleppte Erkrankungen durch Migration – Fakten, Risiken und Prävention

Die Debatte über Migration und Gesundheit ist komplex und oft von Vorurteilen geprägt. Häufig wird die Sorge geäußert, dass Migration mit der Einschleppung von Infektionskrankheiten einhergeht. Doch wie groß ist das Risiko tatsächlich, und wie wird damit umgegangen? Dieser Bericht beleuchtet die gesundheitlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit Migration, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen Daten. Krankheitsspektrum: Ähnlichkeiten und Unterschiede Menschen mit Migrationshintergrund weisen ein Krankheitsspektrum auf, das dem der einheimischen Bevölkerung weitgehend ähnelt. Ausnahmen bilden seltene erbliche Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Infektionskrankheiten, die in den Herkunftsländern häufiger vorkommen. Zum Zeitpunkt der Einwanderung spiegeln übertragbare Erkrankungen die epidemiologische Situation des Herkunftslandes wider, etwa höhere Inzidenzen von Tuberkulose oder Hepatitis. Mit der Zeit werden jedoch die Lebensbedingungen im Aufnahmeland und der Zugang zur medizinischen Versorgung entscheidend für die Gesundheit der Migranten. Infektionskrankheiten: Tuberkulose im Fokus Tuberkulose (Tbc) wird oft als Beispiel für eine… 

MEOCLINIC: Neues Schwindel- und HNO-Zentrum in Berlin eröffnet

In Berlin wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Arneborg Ernst ein neues Schwindel- und HNO-Zentrum in der MEOCLINIC eröffnet. Schwindel, nach Rückenschmerzen die zweithäufigste Beschwerde in Deutschland, beeinträchtigt etwa 30 % der Bevölkerung mindestens einmal im Leben und führt oft zu Ängsten, Depressionen oder Arbeitsplatzverlust. Das Zentrum spezialisiert sich auf die Diagnostik und Behandlung von akuten und chronischen Schwindel- und Gleichgewichtserkrankungen. Das Zentrum bietet umfassende Diagnostik, darunter Tests der Bogengänge, VEMP-Messungen und posturografische Verfahren, um die Ursachen von Gleichgewichtsstörungen präzise zu identifizieren. Auf Basis dieser Diagnosen werden individuelle Therapiepläne erstellt. Häufige Schwindelarten wie gutartiger Lagerungsschwindel, vestibuläre Migräne oder Morbus Menière werden mit spezifischen Ansätzen wie Lagerungsübungen, medikamentöser oder chirurgischer Therapie behandelt. Besonders im Alter zielt die Behandlung darauf ab, die Sturzgefahr zu minimieren, da Stürze bei Senioren häufig schwerwiegende Folgen haben. Aktuelle Studien belegen, dass individualisiertes Neurofeedbacktraining in Kombination… 

Forscher stellen Antibiotika-Wirkung bei Resistenzen wieder her

Bakterielle Resistenzen machen die Wirkung von Antibiotika bei der Behandlung von Infektionen zunichte. Anhand von Mausmodellen konnten Forscher nun zeigen, dass die kombinierte Wirkung von Antibiotika, die zusammen mit dem Enzym Endolysin verabreicht werden, alle Körperorgane vor Infektionen durch resistente Bakterien schützt – auch das Gehirn, das für Antibiotika allein nur schwer erreichbar ist. Forscher des Karolinska Institutet in Schweden berichten über ihre Ergebnisse im Fachblatt „Molecular Medicine“ . Die Weltgesundheitsorganisation hat antibiotikaresistente Bakterien als globales Gesundheitsrisiko eingestuft. Zwei wichtige Klassen von Antibiotika sind Beta-Lactame (z. B. Penicillin) und Makrolide (z. B. Erythromycin), die zur Behandlung lebensbedrohlicher Infektionen wie Meningitis eingesetzt werden. Die Resistenzentwicklung der Bakterien, die die Krankheit verursachen, ist äußerst besorgniserregend, da erkrankte Patienten – und diese überleben – Gefahr laufen, bleibende Hirn- und Nervenschäden zu erleiden. „Bei Meningitis gibt es zwei Hauptprobleme: Antibiotika überwinden die Blut-Hirn-Schranke nur… 

Behandlung einer Panikstörung hat gute Langzeitwirkung

Panikattacken können äußerst unangenehm sein und intensive Angst auslösen. Wenn Sie diese Attacken regelmäßig erleben, sprechen Fachleute von einer Panikstörung. Zur Behandlung dieser Erkrankung wurde vor einiger Zeit in Bergen eine Methode entwickelt, die sich über vier Tage erstreckt und den Namen Bergen 4-Day Treatment (B4DT) trägt. Frühere Studien haben bestätigt, dass diese Behandlung eine gute Methode ist, Patienten mit Panikstörungen schnell zu helfen. Eine Woche nach der Behandlung verspüren fast 90 Prozent der Patienten eine deutliche Besserung. Doch wie sieht es mit den Langzeitwirkungen aus? Neue Forschungsergebnisse liefern gute Nachrichten. Erstaunliche Ergebnisse„Es zeigt sich, dass die Besserung nicht nur anhält, sondern bei vielen mit der Zeit sogar noch stärker wird“, sagte Kristen Hagen, Psychologin und außerordentliche Professorin an der NTNU. Hagen ist Projektleiterin und Hauptautorin zweier Studien, die kürzlich in BMC Psychiatry veröffentlicht wurden. „Bei Langzeitnachuntersuchungen berichten Patienten, dass… 

Niedrig dosiertes Rapamycin verbessert Muskelmasse

Am 4. April 2025 wurde in Band 17, Ausgabe 4 von Aging (Aging-US)  ein neuer Forschungsartikel  mit dem Titel „ Einfluss von Rapamycin auf Sicherheits- und Gesundheitsspannenmetriken nach einem Jahr: Ergebnisse der PEARL-Studie “ veröffentlicht. Ein Forschungsteam unter der Leitung des Erstautors Mauricio Moel und der korrespondierenden Autorin Stefanie L. Morgan von  AgelessRx  hat eine klinische Studie durchgeführt, um festzustellen, ob niedrig dosiertes, intermittierendes Rapamycin die Gesundheitsspanne bei älteren Erwachsenen sicher verbessern kann. Die Ergebnisse legen nahe, dass Rapamycin messbare Vorteile für die körperlichen Funktionen und das allgemeine Wohlbefinden bieten könnte, was sein Potenzial als sichere Intervention zur Unterstützung des gesunden Alterns unterstreicht. Das Altern ist nach wie vor die häufigste Ursache für chronische Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes und Demenz. Obwohl der medizinische Fortschritt die Lebenserwartung erhöht hat, leiden viele Menschen in späteren Jahren immer noch unter nachlassender Gesundheit und eingeschränkter Mobilität. Diese wachsende Kluft zwischen Lebensspanne… 

Molekulare Markierung ermöglicht schnellere Tuberkulosetests

Tuberkulose, die tödlichste Infektionskrankheit der Welt, infiziert schätzungsweise jährlich rund 10 Millionen Menschen und fordert jährlich über eine Million Todesopfer. Einmal in der Lunge angekommen, hilft die dicke Zellwand des Bakteriums dem Bakterium, das Immunsystem des Wirtes zu bekämpfen. Ein Großteil der Zellwand besteht aus komplexen Zuckermolekülen, den sogenannten Glykanen. Es ist jedoch noch nicht vollständig verstanden, wie diese Glykane zur Abwehr der Bakterien beitragen. Ein Grund dafür ist, dass es bisher keine einfache Möglichkeit gab, sie in den Zellen zu markieren. Chemiker des MIT haben dieses Hindernis nun überwunden und gezeigt, dass sie ein Glykan namens ManLAM mit einem organischen Molekül markieren können, das mit bestimmten schwefelhaltigen Zuckern reagiert. Diese Zucker kommen nur in drei Bakterienarten vor, von denen  Mycobacterium tuberculosis , der Erreger der Tuberkulose, die bekannteste und am weitesten verbreitete ist. Nach der Markierung des Glykans konnten… 

Labormedizin: DGKL setzt auf Zusammenarbeit mit Merz-Regierung

Berlin, 07. Mai 2025 – Jan Wolter, Sicherheitsexperte und Bevollmächtigter des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Labormedizin (DGKL), äußert sich im Gespräch mit MedLabPortal vorsichtig optimistisch über die Zukunft der Labormedizin unter der neuen Bundesregierung von Friedrich Merz. Trotz der fehlenden Erwähnung der Labormedizin im Koalitionsvertrag und der knappen Kanzlerwahl vertraut Wolter auf eine stabile Politik, die die Bedeutung dieser Schlüsselbranche erkennt. Der Nationale Strategieplan der DGKL unterstreiche die Rolle der Labormedizin als kritische Infrastruktur. Er fordert nachhaltige Finanzierung, fortschrittliche Digitalisierung, KI-Nutzung, Cybersicherheit, Krisenresilienz sowie Investitionen in Forschung und Ausbildung. Entbürokratisierung und Nachhaltigkeit stehen Wolter zufolge ebenfalls im Fokus. „Labormedizin ist das Fundament moderner Medizin“, betont Wolter. „Eine kluge Politik wird dieses Potenzial nutzen.“ Wolter sieht in Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine kompetente Partnerin, deren Erfahrung im Katastrophenschutz die schnelle Anerkennung der Labormedizin fördern könnte. Die DGKL…