Pipette kann einzelne Neuronen aktivieren
Forscher der Universität Linköping haben eine neue Pipette entwickelt, die Ionen an einzelne Neuronen abgeben kann, ohne das empfindliche extrazelluläre Milieu zu beeinträchtigen. Die Kontrolle der Ionenkonzentration kann wichtige Erkenntnisse darüber liefern, wie einzelne Gehirnzellen beeinflusst werden und wie Zellen zusammenarbeiten. Die Pipette könnte auch für therapeutische Zwecke eingesetzt werden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Small“ veröffentlicht. „Langfristig könnte diese Technologie eingesetzt werden, um neurologische Erkrankungen wie Epilepsie mit extrem hoher Präzision zu behandeln“, sagt Daniel Simon, Professor an der Universität Linköping, LiU. Das menschliche Gehirn besteht aus etwa 85 bis 100 Milliarden Neuronen. Es verfügt außerdem über etwa die gleiche Anzahl an Gehirnzellen, die die Neuronenfunktion unterstützen, beispielsweise durch Ernährung, Sauerstoffversorgung und Heilung. Diese Zellen werden Gliazellen genannt und können in viele Untergruppen unterteilt werden. Zwischen den Zellen befindet sich ein flüssigkeitsgefüllter Raum, das sogenannte extrazelluläre Milieu. Der…
