Neue Förderrichtlinie: Aufklärung ungelöster Fälle bei seltenen Erkrankungen
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat im Bundesanzeiger vom 23. Januar 2026 eine Richtlinie zur Förderung transnationaler Forschungsprojekte im Rahmen der europäischen Partnerschaft ERDERA veröffentlicht. Ziel ist die Aufklärung ungelöster Fälle bei seltenen genetischen und nicht-genetischen Erkrankungen. In Europa leiden schätzungsweise 26 bis 30 Millionen Menschen an mindestens 7.000 verschiedenen seltenen Erkrankungen. Viele treten früh auf, verkürzen die Lebenserwartung und erfordern im Schnitt vier bis sechs Jahre bis zur Diagnose. Etwa die Hälfte der Verdachtsfälle auf genetische Erkrankungen bleibt trotz Standardtests ungelöst. Nicht-genetische seltene Erkrankungen machen rund zehn Prozent der Fälle aus und sind besonders wenig erforscht. Die Fördermaßnahme, die von der EU kofinanziert wird, zielt auf interdisziplinäre Verbünde ab, die ursächliche Varianten identifizieren, diagnostische Aufklärung bei unbekannter oder gemischter Pathogenese erreichen und neue Methoden entwickeln. Gefördert werden Projekte, die funktionelle Validierung von Varianten unklarer Bedeutung (VUS),…
