Mount Sinai Health System: Stress-Schaltkreis im Gehirn erhöht Diabetesrisiko
Forscher des Mount Sinai Health System haben einen neuartigen neuronalen Schaltkreis entdeckt, der Stress mit erhöhten Blutzuckerspiegeln und damit dem Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung bringt. Die im Tiermodell durchgeführte Studie, unterstützt von der American Diabetes Association und den National Institutes of Health, zeigt, wie die mediale Amygdala im Gehirn die Glukoseproduktion in der Leber steuert. Die Ergebnisse könnten neue Ansätze für die Prävention und Behandlung von Diabetes eröffnen. Die Studie identifizierte erstmals einen Zusammenhang zwischen der medialen Amygdala, einem für emotionale Reaktionen bekannten Gehirnbereich, und der Blutzuckerregulation. Bisher konzentrierte sich die Forschung auf den Hypothalamus und das Stammhirn, die homöostatische Funktionen wie Hunger oder Verdauung steuern. Die neue Erkenntnis, dass die Amygdala bei Stress die Glukosefreisetzung in der Leber beeinflusst, markiert einen Paradigmenwechsel. In Experimenten mit Mäusen zeigte sich, dass verschiedene Stressarten, wie sozialer oder visueller Stress, die Aktivität…


