Der unbezahlbare Sozialstaat – Eine Analyse der Kostenentwicklung seit der Flüchtlingskrise 2015
Der deutsche Sozialstaat steht vor einer der größten Herausforderungen seiner Geschichte. In den letzten Jahren hat eine lebhafte Debatte über die Finanzierbarkeit sozialer Leistungen Fahrt aufgenommen, insbesondere im Kontext der Flüchtlingskrise, die 2015 ihren Höhepunkt erreichte. Die Kosten für Transferleistungen, Asylbewerberleistungen und Bürgergeld (ehemals Hartz IV) sind seither erheblich gestiegen und belasten Bund, Länder und Kommunen in einem bisher ungekannten Ausmaß. Dieser Artikel beleuchtet die Entwicklung dieser Ausgaben anhand verfügbarer Daten und zeigt, wie die Flüchtlingskrise die Finanzen des Sozialstaats beeinflusst hat. Ausgangslage: Der Sozialstaat vor 2015 Vor 2015 war der deutsche Sozialstaat bereits ein komplexes System mit hohen Ausgaben für soziale Sicherung. Hartz IV, das spätere Bürgergeld, war die zentrale Säule der Grundsicherung für Arbeitsuchende, während Asylbewerberleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) gezahlt wurden. Die Kosten für diese Leistungen waren überschaubar und stabil. Laut dem Statistischen Bundesamt lagen die Bruttoausgaben…
