Stimulierung des Hypothalamus stellt das Gehen bei gelähmten Patienten wieder her
Forscherinnen und Forscher der EPFL und des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) haben unter der Leitung der Professoren Grégoire Courtine und Jocelyne Bloch einen wichtigen Meilenstein in der Behandlung von Rückenmarksverletzungen (SCI) erreicht. Durch die Anwendung der tiefen Hirnstimulation (DBS) auf eine unerwartete Hirnregion – den lateralen Hypothalamus (LH) – hat das Team die Wiederherstellung der Bewegungen der unteren Gliedmaßen bei zwei Personen mit teilweiser Schädigung des Rückenmarks verbessert und damit deren Autonomie und Wohlbefinden erheblich gesteigert. Wolfgang Jäger, ein 54-Jähriger aus Kappel, Österreich, sitzt seit 2006 im Rollstuhl, nachdem er sich bei einem Skiunfall eine Rückenmarksverletzung zugezogen hatte. Durch die Teilnahme an der klinischen Studie konnte er aus erster Hand erfahren, wie die tiefe Hirnstimulation seine Mobilität und Unabhängigkeit wiederherstellen kann. „Letztes Jahr im Urlaub war es kein Problem, mit Hilfe der Stimulation ein paar Schritte hinunter und zurück zum Meer…
