Analyse: Stiftungen als Vektor für Geldwäsche
Stiftungen sind gemeinnützige oder wohltätige Organisationen, die Vermögen verwalten, um bestimmte soziale, kulturelle, wissenschaftliche oder karitative Zwecke zu fördern. Aufgrund ihrer Struktur, ihres rechtlichen Status und ihrer oft internationalen Ausrichtung können Stiftungen jedoch auch als Instrumente für Geldwäsche missbraucht werden. Diese Analyse beleuchtet, wie Stiftungen für Geldwäsche genutzt werden, welche strukturellen Merkmale sie anfällig machen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen relevant sind und wie solche Missbräuche eingedämmt werden können. 1. Warum sind Stiftungen attraktiv für Geldwäsche? Geldwäsche ist der Prozess, bei dem illegal erworbene Gelder so in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust werden, dass ihre Herkunft verschleiert wird. Stiftungen bieten hierfür mehrere Vorteile: 2. Mechanismus der Geldwäsche über Stiftungen Die Geldwäsche über Stiftungen folgt typischerweise den drei Phasen des Geldwäscheprozesses: Platzierung, Verschleierung und Integration. Ein Beispiel aus der Praxis ist die Nutzung von Stiftungen in Offshore-Zentren wie Panama, wo die berüchtigten „Panama Papers“…
