Iranischer Cyberangriff legt US-Medizintechnik-Konzern Stryker lahm
Der US-Medizintechnik-Konzern Stryker ist Ziel eines mutmaßlich iranischen Cyberangriffs geworden, der als der bedeutendste kriegsbedingte Hack gegen ein US-Unternehmen in der Geschichte gilt. Der Angriff führte zu globalen Störungen, zwang Zehntausende Mitarbeiter offline und beeinträchtigte zeitweise die Datenübertragung in Krankenhäusern. Stryker, Hersteller von Gelenkimplantaten, robotergestützten Chirurgiesystemen und medizinischen Geräten, meldete am Mittwoch einen „globalen Ausfall“ und riet allen 56.000 Beschäftigten weltweit, sich von Unternehmensnetzwerken zu trennen und firmeneigene Geräte nicht einzuschalten. Betroffen waren vor allem interne Microsoft-Systeme, darunter Microsoft Intune zur Geräteverwaltung. Zahlreiche Laptops und Smartphones mit Windows-Betriebssystem wurden offenbar aus der Ferne gelöscht. Einige Krankenhäuser und Rettungsdienste pausierten vorübergehend die Nutzung des Lifenet-Systems, das Vitaldaten von Notfallpatienten überträgt. Stryker betonte jedoch, dass die verbundenen Medizinprodukte selbst nicht betroffen und sicher nutzbar seien. Der Konzern machte Fortschritte bei der Wiederherstellung, priorisierte aber Kundensysteme, Bestellungen und Lieferungen. US-Behörden und Cybersicherheitsexperten führen…
