Viele US-Veteranen brechen wirksame PTSD-Therapien vorzeitig ab – Gruppen- und Intensivformate halten Patienten deutlich besser in Behandlung
Etwa jeder vierte US-Soldat oder Veteran, der eine Psychotherapie wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung beginnt, beendet die Behandlung nicht. Das zeigt die bislang umfangreichste Meta-Analyse zum Thema, die heute in der Fachzeitschrift Psychological Trauma: Theory, Research, Practice, and Policy der American Psychological Association erschienen ist. Die Auswertung von 181 Studien mit insgesamt über 124.000 aktiven und ehemaligen Militärangehörigen ergab eine durchschnittliche Abbruchquote von 25,6 Prozent über alle Therapieformen hinweg. Dabei schnitten jedoch gerade die als besonders wirksam geltenden trauma-fokussierten Verfahren in ihrer klassischen wöchentlichen Form am schlechtesten ab: Deutlich niedriger lagen die Abbruchquoten bei nicht-traumafokussierten Ansätzen wie der gegenwartsorientierten Therapie (16,1 Prozent) oder achtsamkeitsbasierter Stressreduktion (20 Prozent). Besonders erfolgreich beim Halten der Patienten in der Behandlung waren zwei Formate: Besonders hoch war die Abbruchquote mit 46,4 Prozent, wenn PTSD gemeinsam mit einer Substanzabhängigkeit behandelt wurde – deutlich höher als bei der…
