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Malaria hinterlässt bleibende Schäden an Fresszellen der Milz

Bonn/Melbourne – Eine Malaria-Infektion schädigt dauerhaft bestimmte ansässige Makrophagen in der Milz. Die betroffenen CD163-Makrophagen, die abgestorbene rote Blutkörperchen beseitigen, Eisen recyceln und mit anderen Immunzellen kommunizieren, erholen sich auch Monate nach der Infektion nicht vollständig. Das zeigt eine Studie unter Leitung der Universität Bonn und des Peter Doherty Institute in Melbourne, die in der Fachzeitschrift Immunity veröffentlicht wurde (DOI: 10.1016/j.immuni.2026.07.006). Makrophagen treten in zwei Formen auf: ansässige Zellen, die bereits im Embryo entstehen und sich durch Teilung erneuern, sowie nachwachsende Zellen aus dem Knochenmark. In der Blutphase der Malaria werden die CD163-Makrophagen der Milz stark dezimiert. Nachrückende Knochenmarkzellen ersetzen sie nur unvollständig und erreichen nicht denselben Spezialisierungsgrad. Dadurch bleiben Architektur und Kommunikationsnetzwerke der Milz nachhaltig gestört. Folgeinfektionen verlaufen dann schwerer: Es finden sich mehr Parasiten im Blut, und die Anämie hält länger an. Die Forschenden um Professorin Elvira Mass… 

Protein stoppt Wachstum des Malaria-Parasiten

Protein stoppt Wachstum des Malaria-Parasiten

Ein internationales Forschungsteam hat ein einzigartiges Protein entdeckt, das für das Überleben und die Übertragung des Malaria-Parasiten unerlässlich ist. Es handelt sich um die Aurora-related kinase 1 (ARK1), die als vielversprechendes neues Ziel für Antimalaria-Medikamente gilt. In einer am 26. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten Studie beschreiben Forscher der University of Nottingham, des National Institute of Immunology (NII) in Indien, der University of Groningen, des Francis Crick Institute und weiterer internationaler Partner, dass ARK1 als eine Art „Verkehrsleiter“ bei der ungewöhnlichen Zellteilung des Parasiten fungiert. Das Protein organisiert den Spindelapparat, der das genetische Material bei der Teilung auseinanderzieht. Anders als bei menschlichen Zellen verläuft die Zellteilung beim Malaria-Parasiten Plasmodium atypisch und extrem schnell. Schalteten die Wissenschaftler ARK1 im Labor experimentell aus, konnten die Parasiten keine funktionsfähigen Spindeln mehr bilden. Die Replikation scheiterte, und die Parasiten waren weder…