Stammzell-Vesikel fördern Blutgefäß-Regeneration bei diabetischen Wunden
Lanzhou/Xi’an – Extrazelluläre Vesikel aus dreidimensional kultivierten Fettstammzellen können die Alterung von Mikrogefäß-Endothelzellen rückgängig machen und die Heilung diabetischer Wunden verbessern. Das zeigt eine präklinische Studie, die in der Fachzeitschrift Burns & Trauma veröffentlicht wurde (DOI: 10.1093/burnst/tkag042). Diabetische Fußulzera sind durch anhaltende Entzündung, schlechte Durchblutung und gestörte Gefäßneubildung gekennzeichnet. Endothelzellen altern vorzeitig und verlieren die Fähigkeit zur proteinbasierten Reparatur. Herkömmliche zweidimensionale Stammzellkulturen mindern zudem die sekretorische Aktivität der Zellen. Die Forschenden nutzten Vesikel aus einer speziellen dreidimensionalen Kultur von Fettstammzellen (tdASC-EVs). In hochglukosebelasteten menschlichen Haut-Mikrogefäß-Endothelzellen senkten die Vesikel die seneszenzassoziierte ?-Galactosidase-Aktivität, reduzierten oxidativen Schaden, stellten das mitochondriale Membranpotenzial wieder her und verbesserten die Röhrenbildung. Mechanistisch reaktivieren die Vesikel den PI3K/AKT/mTOR/4EBP1-Signalweg, der die cap-abhängige Proteintranslation wieder einschaltet. Proteom-Analysen identifizierten 2.097 unterschiedlich exprimierte Proteine. In diabetischen Mäusen beschleunigten die Vesikel den Wundverschluss, verbesserten die Durchblutung, erhöhten die Zahl CD31-positiver Mikrogefäße und reduzierten…
