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Urlaub trotz Demenz: Tipps und Hilfen für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz stehen vor der Herausforderung, eine Auszeit zu nehmen, ohne die Betreuung des Erkrankten zu vernachlässigen. Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) gibt praktische Hinweise, wie eine Erholungsphase ermöglicht werden kann – entweder allein oder gemeinsam mit dem erkrankten Menschen. Auszeit allein als Pflegeperson Pflegende können die Betreuung vorübergehend abgeben und dabei Leistungen der Pflegeversicherung nutzen. Möglich sind Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung oder Verhinderungspflege zu Hause. Bei der Kurzzeitpflege wird der pflegebedürftige Mensch für bis zu acht Wochen in einer Pflegeeinrichtung versorgt. Die Pflegeversicherung übernimmt einen Teil der Kosten. Wegen oft knapper Plätze sollte frühzeitig gebucht werden. Bei der Verhinderungspflege bleibt die erkrankte Person in der vertrauten Umgebung und wird stunden- oder tageweise von Angehörigen, Bekannten oder professionellen Kräften betreut. Beide Leistungen – Kurzzeit- und Verhinderungspflege – stehen zusammen mit einem jährlichen Budget von… 

Durchbruch bei der Entdeckung eines Zika-Virus-Inhibitors

IRBM S.p.A., ein führendes Unternehmen in der frühen Arzneimittelforschung mit Sitz in Rom, hat einen bedeutenden Fortschritt in der Bekämpfung des Zika-Virus (ZIKV) bekannt gegeben. Wissenschaftler identifizierten einen neuartigen, hochpotenten allosterischen Inhibitor, der gezielt die NS2B-NS3-Protease des Virus hemmt. Die Ergebnisse wurden am 10. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht (DOI: 10.1038/s41467-026-68943-x). Das durch Mücken übertragene Zika-Virus kann schwere neurologische Komplikationen verursachen, insbesondere Mikrozephalie bei Neugeborenen von infizierten Schwangeren. Derzeit stehen weder zugelassene antivirale Therapien noch Impfstoffe zur Verfügung, weshalb neuer Behandlungsbedarf besteht. Der entdeckte Inhibitor bindet an eine bisher uncharakterisierte allosterische Stelle der NS2B-NS3-Protease, einem zentralen Enzym für die virale Replikation. In biochemischen und zellbasierten Tests hemmte er die Proteaseaktivität wirksam. In präklinischen Tiermodellen zeigte das Molekül eine signifikante antivirale Wirkung sowie ein günstiges Sicherheits- und Pharmakokinetikprofil. Der Wirkmechanismus könnte sich auf andere Flaviviren wie Dengue-, Gelbfieber-… 

Studie: Ernährungsrisiken bei längerem Gebrauch von Omeprazol

Eine in Brasilien von Forschern der Bundesuniversität von São Paulo (UNIFESP) und der Medizinischen Fakultät ABC (FMABC) durchgeführte Studie warnt davor, dass die Langzeitanwendung von Protonenpumpenhemmern (PPI) die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen kann. PPI sind eine Medikamentengruppe, zu der beispielsweise Omeprazol, Pantoprazol und Esomeprazol gehören. Sie werden zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt. Eine unsachgemäße und längere Anwendung als von Ärzten empfohlen kann zu Nährstoffmängeln wie Anämie führen und die Knochengesundheit beeinträchtigen. Die Ergebnisse wurden   in der Fachzeitschrift  ACS Omega veröffentlicht . Die von FAPESP geförderte Studie untersuchte die Auswirkungen der kontinuierlichen Einnahme dieses Medikaments auf die Aufnahme essenzieller Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Zink, Magnesium, Kupfer und Kalium bei Ratten. Bei den mit dem Medikament behandelten Tieren zeigten sich Veränderungen in der Verteilung dieser Nährstoffe im Körper. Die Forscher beobachteten, dass das Medikament die Mineralstoffverteilung im Körper verändert und zu einer Anreicherung im Magen sowie zu Ungleichgewichten in… 

PSMA-PET/CT ermöglicht präzise Steuerung der Salvage-Therapie bei rezidivierendem Prostatakarzinom

Eine retrospektive Analyse aus dem renommierten UCLA Jonsson Comprehensive Cancer Center liefert klare Evidenz dafür, dass routinemäßige PSMA-PET/CT-Untersuchungen bei Patienten mit biochemischem Rezidiv nach radikaler Prostatektomie die Behandlungsentscheidungen grundlegend verbessern können. Die im Februar 2026 erschienene Studie im Journal of the National Comprehensive Cancer Network (JNCCN) demonstriert, dass der anatomische Nachweis von Rezidivlokalisationen durch PSMA-PET/CT das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant besser vorhersagt als traditionelle Parameter wie PSA-Wert oder PSA-Verdopplungszeit. Die Ergebnisse unterstützen einen Paradigmenwechsel hin zu einer individualisierten, bildgebungsgeführten Therapie und könnten langfristig die Rate unnötiger Nebenwirkungen senken. Studiendesign und Patientenpopulation Die Untersuchung basiert auf den Daten von 113 Patienten, die zwischen 2016 und 2021 am UCLA wegen eines biochemischen Rezidivs (steigender PSA-Wert nach radikaler Prostatektomie) mit PSMA-PET/CT untersucht und anschließend einer Salvage-Radiotherapie (SRT) unterzogen wurden. Alle Patienten wurden prospektiv in früheren PSMA-Studien erfasst, was eine hohe Qualität und Vergleichbarkeit… 

BMI OrganBank präsentiert vielversprechende präklinische Daten zur OrganBank Kidney-Plattform

Am 9. Februar 2026 hat BMI OrganBank, ein US-amerikanisches Medizintechnik-Unternehmen mit Sitz in Winston-Salem, North Carolina, neue präklinische Ergebnisse zu seiner OrganBank Kidney-Plattform veröffentlicht. Die Daten wurden auf dem Winter Symposium der American Society of Transplant Surgeons (ASTS) im Januar 2026 präsentiert und zeigen in einem etablierten porzinen Nieren-Auto-Transplantationsmodell eine signifikante Reduktion der verzögerten Graft-Funktion (Delayed Graft Function, DGF) im Vergleich zum aktuellen Standard der hypothermen Maschinenperfusion. Hintergrund und Technologie Die OrganBank Kidney-Plattform ist ein portables Gerät zur Erhaltung und Bewertung von Spender-Nieren. Im Gegensatz zur konventionellen kalten Lagerung oder hypothermen Maschinenperfusion (bei etwa 4–8 °C) arbeitet das System bei Raumtemperatur (room-temperature machine perfusion, RTMP). Es nutzt eine blutlose, oxygenierte, pulsatile Perfusion mit einer azellulären Lösung, die Sauerstoff gelöst transportiert, ohne dass ein Sauerstoffträger wie Blut oder Hämoglobin erforderlich ist. Die pulsatile Komponente simuliert den natürlichen Herzschlag, um einen physiologisch… 

Gemeinsame europäische Strategie für Open-Science-Bewertung dringend nötig

Barcelona. Eine einheitliche, abgestimmte Strategie zur Bewertung von Forschung in Europa ist entscheidend, um das wissenschaftliche Ökosystem nachhaltig zu verbessern. Das zeigt eine vergleichende Studie unter Leitung der Universitat Oberta de Catalunya (UOC), an der auch Forscher der Universität Barcelona, des CSIC und der Universität Navarra beteiligt waren. Die Ergebnisse erschienen am 9. Februar 2026 open access in der Zeitschrift Ibersid. Europa hat sich vor 20 Jahren als Vorreiter für Open Science positioniert – freier Zugang zu Publikationen, Daten und Methoden. Doch die Umsetzung von Reformen verläuft uneinheitlich: Während Länder wie Großbritannien, Finnland, die Niederlande und Norwegen bereits weit fortgeschritten sind, halten andere an traditionellen, quantitativen Bewertungsmodellen (z. B. Impact-Faktor, Zitationszahlen) fest. Die Studie analysiert die Ansätze in diesen vier Pionierländern sowie in Spanien, das kürzlich gesetzliche Schritte unternommen hat. Sie beleuchtet Themen wie Open Access, Citizen Science und gesellschaftlicher… 

Neue Förderrichtlinie „KMU-innovativ: Medizintechnik“ im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland

Berlin. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat eine neue Förderrichtlinie zur Unterstützung innovativer Projekte im Bereich Medizintechnik veröffentlicht. Die Bekanntmachung erschien am 6. Februar 2026 im Bundesanzeiger und ersetzt die vorherige Richtlinie vom 30. Juli 2024. Förderziel und ZweckDie Richtlinie soll die Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der Medizintechnik stärken und den Transfer von Forschung in marktfähige Produkte beschleunigen. Gefördert werden risikoreiche, vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die neue Medizinprodukte, In-vitro-Diagnostika oder digitale medizintechnische Lösungen entwickeln. Diese sollen einen klaren Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung in den Bereichen Prävention, Diagnostik, Therapie, Monitoring, Nachsorge und Pflege leisten. Die Förderung ist thematisch breit angelegt und offen für technologieübergreifende, anwendungsbezogene Vorhaben. Sie unterstützt die Ziele der Hightech Agenda Deutschland sowie der nationalen Pharma- und Medizintechnikstrategie. Besonders erwünscht sind Kooperationen zwischen KMU, Forschungseinrichtungen, Kliniken und Gesundheitsversorgungspartnern. Wichtigste Regelungen Die Richtlinie… 

Lymphdrainage: Neue Lymphknotenstruktur entdeckt

Sendai. Ein Forschungsteam der Universität Tohoku hat eine bislang unbekannte Struktur in Lymphknoten identifiziert: intranodale lymphovenöse Shunts (inLVS). Diese direkten Verbindungen zwischen Lymphsinus und Venen innerhalb der Lymphknoten ermöglichen einen Umgehungsweg für die Lymphflüssigkeit – ein Befund, der das bisherige Modell der einseitigen Lymphdrainage grundlegend infrage stellt. Die Entdeckung wurde am 4. Februar 2026 im Journal of Pathology veröffentlicht. Das Team um Dr. Ariunbuyan Sukhbaatar, Prof. Tsuyoshi Sugiura und Prof. Tetsuya Kodama untersuchte alle 22 Lymphknotentypen des Körpers mittels hochauflösender Bildgebung (Mikro-Computertomographie, Eisen-Nanopartikel-Kontrast) an einem Mausmodell, das menschlichen Lymphknotenstrukturen sehr ähnelt. Bisher ging man davon aus, dass Lymphflüssigkeit ausschließlich über die hoch-endothelialen Venolen (HEV) in den Lymphsinus gelangt und letztlich in die Vena subclavia mündet. Die neuen Shunts zeigen jedoch, dass Lymphflüssigkeit direkt in Venen innerhalb des Lymphknotens fließen kann. „Der intranodale lymphovenöse Shunt ist ein Umgehungsweg, der unsere Vorstellungen… 

Faseroptische Biosensoren: Auf dem Weg zum Labor in der Tränenflüssigkeit

Tränenflüssigkeit entwickelt sich zunehmend zu einer attraktiven Quelle diagnostischer Informationen, da sie einfach und nicht-invasiv gewonnen werden kann. Veränderungen in der Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit spiegeln häufig zugrunde liegende physiologische Zustände wider, wodurch Tränenflüssigkeit ein wertvolles Medium zur Überwachung von Augenerkrankungen darstellt. Der neu entwickelte Biosensor zielt auf zwei Proteine ab, die mit diabetischer Retinopathie in Verbindung stehen: Durch die gleichzeitige Erfassung beider Biomarker liefert das System im Vergleich zu herkömmlichen Einzelzieltests ein umfassenderes Bild der Netzhautgesundheit.Eine miniaturisierte faseroptische Sensorplattform Die Technologie basiert auf aus optischen Fasern gefertigten, halbverteilten Interferometersensoren (SDI). Diese miniaturisierten Geräte sind leicht, unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen und eignen sich für die Vor-Ort-Überwachung. Nach der Herstellung funktionalisierten die Forscher die Faserspitzen mit spezifischen Antikörpern, wodurch eine selektive Bindung an die Zielbiomarker ermöglicht wurde. Wenn Proteine ??an die Sensoroberfläche binden, ändert sich das optische Signal – dies erlaubt eine… 

ManpowerGroup-Report: Versorgungssicherheit im Gesundheitssektor hängt von gezieltem KI-Einsatz ab

Düsseldorf. Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Life-Sciences-Sektor gefährdet weltweit zunehmend die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig bietet Künstliche Intelligenz (KI) großes Potenzial zur Entlastung – wird jedoch nur von wenigen Unternehmen strategisch genutzt. Das zeigt der aktuelle „World of Work Outlook 2026 – Ausblick für die Gesundheits- und Life-Sciences-Branche“ der ManpowerGroup. Laut Report haben 77 Prozent der Arbeitgeber im Gesundheits- und Life-Sciences-Bereich Schwierigkeiten, qualifizierte Fachkräfte zu finden – besonders in Pflegeberufen, bei medizinischen Spezialisten sowie in daten- und technologieaffinen Rollen. Nur 19 Prozent der Unternehmen setzen KI umfassend ein, um Recruiting- und Einstellungsprozesse zu optimieren. „Der Fachkräftemangel gefährdet nicht nur Wachstum, sondern zunehmend auch die Versorgungssicherheit – gerade in Europa“, sagt dazu Iwona Janas, Country Manager der ManpowerGroup Deutschland. KI könne entlasten, ersetze aber keine Menschen: Ethisches Urteilsvermögen, Patientenorientierung und Kommunikationsfähigkeit blieben unverzichtbar und schwer automatisierbar. Der Report betont die Notwendigkeit einer vorausschauenden…