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Avène setzt Künstliche Intelligenz in klinischen Studien zur Aknebehandlung ein

Pierre Fabre Laboratories führt über seine Marke Avène erstmals Künstliche Intelligenz (KI) in klinischen Studien der Dermo-Kosmetik ein. In Kooperation mit dem Toulouser HealthTech-Unternehmen BotDesign wird die Robustheit einer vergleichenden Studie zur Wirksamkeit des neuen Präparats Avène Cleanance Comedomed+ in der Erhaltungsphase nach oraler Isotretinoin-Therapie bei Erwachsenen mit schwerer bis sehr schwerer Akne durch Daten-Augmentation mit KI gestärkt. Die Studie soll die Patientenzahl von bisher üblichen 100 auf bis zu 600 erhöhen und damit die Aussagekraft der Ergebnisse deutlich verbessern. Avène gilt als führende Marke in französischen Apotheken im Bereich Dermo-Kosmetik und nutzt seit 1990 dermatologisches Fachwissen zur Verbesserung der Behandlung von Hauterkrankungen. Die Initiative ist ein zentraler Bestandteil der 2025 gestarteten „Supportive Care“-Strategie von Pierre Fabre Laboratories. Diese zielt darauf ab, dermo-kosmetische Produkte gezielt mit medikamentösen Therapien zu kombinieren – entweder um die Wirkung von Arzneimitteln zu verstärken und… 

FDA startet einheitliches System zur Analyse von Nebenwirkungsberichten

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am 11. März 2026 das FDA Adverse Event Monitoring System (AEMS) in Betrieb genommen. Die neue Plattform fasst Nebenwirkungsberichte für Arzneimittel, Biologika, Impfstoffe, Kosmetika und Tierfutter in einem einheitlichen, benutzerfreundlichen Dashboard zusammen und markiert einen zentralen Schritt bei der Modernisierung und Erhöhung der Transparenz in der Produktsicherheitsüberwachung. Bisher wurden jährlich etwa sechs Millionen Meldungen über sieben getrennte, veraltete und teure Datenbanken verarbeitet, die zusammen rund 37 Millionen US-Dollar Betriebskosten pro Jahr verursachten. Die Systeme wiesen Schwächen bei der Bedienung und beim Datenzugriff auf und führten zu Blindstellen in der Post-Market-Überwachung. Durch AEMS erwartet die FDA Einsparungen von etwa 120 Millionen US-Dollar in den nächsten fünf Jahren. Zudem soll die Zahl von Freedom-of-Information-Act-Anfragen (FOIA) nach unveröffentlichten Meldungen deutlich sinken, da Berichte künftig in Echtzeit veröffentlicht werden – bisher erfolgte dies quartalsweise. FDA-Kommissar Marty Makary bezeichnete die bisherigen… 

伊朗黑客活动人士攻击医疗技术制造商 Stryker——全球系统瘫痪

Der US-amerikanische Medizintechnikhersteller Stryker ist am frühen Morgen des 11. März 2026 Ziel eines schweren Cyberangriffs geworden. Die iranische Hacktivistengruppe Handala hat die Verantwortung übernommen und erklärt, der Angriff sei eine Reaktion auf US-amerikanische Bombenangriffe auf eine Mädchenschule im Iran am ersten Tag der US-israelischen Militäroperation gegen das Land. Betroffen sind weltweit die Windows-Systeme des Unternehmens. Mitarbeiter in den USA, Australien, Indien, Irland und anderen Ländern berichteten von vollständigen Ausfällen: Interne Login- und Admin-Seiten wurden mit dem Logo von Handala überschrieben, zahlreiche Server und Endgeräte wurden gelöscht (Wiper-Attacke). Die Gruppe behauptet, mehr als 200.000 Server, Systeme und Mitarbeitergeräte angegriffen und rund 50 Terabyte Daten gestohlen zu haben. Stryker bestätigte eine „globale Netzwerkstörung im Windows-Umfeld“ und teilte mit, dass Teams intensiv an der Wiederherstellung arbeiten. Das Unternehmen verfügt über Notfallpläne zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität und betont die Fortsetzung der Kundenversorgung. In… 

Fukushima: Kontaminiertes behandeltes Wasser im Pazifik – aktuelle Lage und Risikobewertung

Fünfzehn Jahre nach der Kernschmelze in Fukushima Daiichi und fast drei Jahre nach Beginn der kontrollierten Freisetzung von ALPS-behandeltem Wasser (Advanced Liquid Processing System) in den Pazifik am 24. August 2023 bleibt die Debatte um die sogenannte „kontaminierte Abwässer“ hoch emotional. Der Begriff „kontaminiertes Deuterium-Wasser“ ist medienwirksam, aber technisch ungenau: Es handelt sich um tritiumhaltiges Wasser (³H, radioaktives Wasserstoff-Isotop), das durch ALPS von fast allen anderen Radionukliden gereinigt wurde. Tritium bleibt als einziges relevanter Restbestandteil, da es chemisch identisch mit normalem Wasserstoff ist und nicht technisch abtrennbar. Bis März 2026 wurden bereits über 18 Chargen freigesetzt, die jüngste (18. Charge) am 6. März 2026 mit Tritium-Konzentrationen weit unter dem japanischen Betriebslimit von 1.500 Bq/L – typischerweise 200–300 Bq/L nach Verdünnung. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) überwacht den Prozess kontinuierlich seit 2023. In ihren periodischen Berichten (zuletzt September 2025 und laufend 2026)… 

ASBrS aktualisiert Leitfaden: Kryoablation als Option bei niedrig-risikoreichem Brustkrebs empfohlen

Die American Society of Breast Surgeons (ASBrS) hat ihren „Resource Guide on the Use of Transcutaneous and Percutaneous Ablation for the Treatment of Benign and Malignant Tumors of the Breast“ für 2026 aktualisiert und empfiehlt Kryoablation nun als Behandlungsoption für ausgewählte Patientinnen mit biologisch niedrig-risikoreichem, frühem Brustkrebs. Die Leitlinienänderung beruht maßgeblich auf den Daten der ICE3-Studie von IceCure Medical sowie der positiven Bewertung des Nutzen-Risiko-Profils des ProSense®-Kryoablationssystems durch ein FDA-Advisory-Panel. ProSense® von IceCure Medical erhielt im Oktober 2025 als erstes und einziges Medizinprodukt die FDA-Marktzulassung für die lokale Behandlung von niedrig-risikoreichem Brustkrebs bei Patientinnen ab 70 Jahren mit Tumoren ? 1,5 cm unter adjuvanter endokriner Therapie. Das minimal-invasive Verfahren zerstört Tumore durch Einfrieren und stellt eine Alternative zur chirurgischen Entfernung dar. Die aktualisierte ASBrS-Empfehlung erkennt Kryoablation weiterhin als validierte, kosmetisch vorteilhafte Therapie für benigne Fibroadenome an und stuft sie nun… 

MolYsis-Technologie von Molzym: Selektive Anreicherung mikrobieller DNA aus Direktmaterial

Molzym GmbH & Co. KG präsentiert mit der MolYsis-Produktfamilie eine etablierte Lösung zur selektiven Entfernung humaner (bzw. tierischer) DNA und gezielten Anreicherung mikrobieller DNA aus klinischen Direktproben. Die Technologie ermöglicht eine signifikante Steigerung der Sensitivität und Spezifität molekularer Nachweisverfahren, insbesondere in der Infektionsdiagnostik mittels PCR. In Proben wie Blut, Synovialflüssigkeit, Liquor (CSF), Aszites, BAL, Pleuraflüssigkeit, Blutkulturen oder Gewebe stört häufig ein hoher Anteil humaner DNA die Detektion pathogener Mikroorganismen. MolYsis löst dies durch einen mehrstufigen Prozess: Alle Reagenzien, Säulen und Verbrauchsmaterialien sind garantiert DNA-frei. Gleichzeitig werden PCR-Inhibitoren entfernt, was die Assay-Performance weiter verbessert. Das Portfolio umfasst verschiedene Varianten: Für vollautomatisierte Anwendungen steht der MolYsis-SelectNA plus zur Verfügung. Die Technologie findet breite Anwendung in der molekularen Infektionsdiagnostik, wo hohe Sensitivität bei geringer Keimlast entscheidend ist. Ergänzt wird das Angebot durch DNA-freie Taq-Polymerasen und Mastermixe von Molzym für den hochsensitiven Nachweis von… 

mio42-Update: Fortschritte bei Laborbefunden, Patientenkurzakte und europäischer Harmonisierung

Die mio42 GmbH hat in einem aktuellen Newsletter ein Update zu laufenden Projekten im Bereich medizinischer Interoperabilität gegeben. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung des MIO Laborbefund, die Überarbeitung der Patientenkurzakte (PKA) sowie die Ausrichtung auf europäische Standards im Kontext des European Health Data Space (EHDS). Beim MIO Laborbefund wird der Übergang von dokumentenbasierten zu servicebasierten Strukturen in der elektronischen Patientenakte (ePA) vorbereitet. Gemeinsam mit gematik und Partnern aus der Interoperabilitäts-Community entsteht ein Ansatz, der strukturierte Labordaten ermöglicht – inklusive systemübergreifender Verläufe, Kumulativansichten und gezielter Wertnutzung. Kern ist die einheitliche Codierung mit LOINC im Einklang mit EHDS-Vorgaben. Zur Unterstützung der Labore entwickelt mio42 eine praxisnahe LOINC-Mapping-Starthilfe mit etwa 2.000 Alltagsuntersuchungen sowie eine fokussierte Kernliste mit rund 100 relevanten Parametern (u. a. kleines Blutbild, Basisdiagnostik). Parallel engagiert sich das Unternehmen in europäischen HL7-Working Groups und bei MyHealth@EU, um Doppelarbeit zu vermeiden und… 

Sino Biological setzt neuen Standard: ProPure™-Proteine mit Endotoxin-Gehalt unter 0,05 EU/mg

Sino Biological, Inc. hat mit seiner ProPure™-Linie rekombinanter Proteine einen Endotoxin-Gehalt von unter 0,05 EU/mg (teilweise bis 0,01 EU/mg) erreicht – ein Wert, der deutlich unter dem branchenüblichen Grenzwert von 0,5 EU/mg (USP ) liegt und als nicht quantifizierbar (below quantification limit, BQL) gilt. Die ultra-niedrigen Endotoxin-Level sollen die Zuverlässigkeit und Sicherheit in biomedizinischer Forschung und translationalen Anwendungen erheblich verbessern. Endotoxine (Lipopolysaccharide, LPS) aus der Zellwand gramnegativer Bakterien zählen zu den gefährlichsten Kontaminanten in der Proteinproduktion. Sie lösen bei Freisetzung starke Immunreaktionen aus, darunter Fieber (Pyrogenität), Leukozyten-Adhäsion mit anschließender Leukozytose sowie disseminierte intravasale Koagulation (DIC), die bis hin zu septischem Schock führen kann. In der Forschung können bereits geringste Mengen (1–5 ng/kg) systemische und neuroinflammatorische Reaktionen in Tiermodellen auslösen, zelluläre Experimente verfälschen und die Datenqualität in Immunologie, Zell- und Gentherapie sowie Impfstoffentwicklung beeinträchtigen. Sino Biological produziert die ProPure™-Proteine in seinem… 

TMF-School 2026: Datenkompetenz für FAIRe Gesundheitsforschung vom 10. bis 12. Juni in Wittenberge

Die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) veranstaltet vom 10. bis 12. Juni 2026 die TMF-School unter dem Titel „Von der Studienidee bis zur Publikation: Datenkompetenz für FAIRe Gesundheitsforschung“. Das praxisnahe, interdisziplinäre Programm findet im Elbe Resort Alte Ölmühle in Wittenberge statt und richtet sich an Forschende, die biomedizinische Studien – klinisch oder epidemiologisch – professionell planen und umsetzen möchten. Die Veranstaltung vermittelt einen kompakten Überblick über alle Phasen einer Studie von der Konzeption bis zur Datenauswertung und Publikation. Im Fokus stehen Methodenwissen, Datenkompetenz und konkrete Werkzeuge für den Forschungsalltag sowie Lösungsansätze für typische Herausforderungen. Ziel ist es, Methodenkompetenz zu stärken und interdisziplinäres Arbeiten zu fördern – Bereiche, die in vielen Studiengängen bislang unterrepräsentiert bleiben. Das Programm umfasst unter anderem folgende Themenblöcke und Referentinnen bzw. Referenten: Abendprogramm: Am 10. Juni findet ein Networking-Abend statt, am 11. Juni… 

BMFTR fördert Verbundprojekt „UncovRT“ zur Vorhersage und Vermeidung strahlenbedingter Hirnschäden

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs das Verbundprojekt „UncovRT“ mit über zwei Millionen Euro. Unter Leitung von Prof. Mechthild Krause, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und Professorin für Translationale Radioonkologie an der TU Dresden, untersucht ein interdisziplinäres Konsortium die molekularen Mechanismen strahlenbedingter Hirnschäden nach Therapie von Hirntumoren. Hirntumoren zählen zu den häufigsten Indikationen für eine Strahlentherapie bei Kindern und Erwachsenen. Obwohl die Behandlung oft erfolgreich ist, können gesunde Hirnregionen langfristig geschädigt werden. Bei etwa einem Fünftel der Patientinnen und Patienten zeigen sich im MRT sichtbare Veränderungen im gesunden Gewebe; in bis zu 20 Prozent der Fälle treten Symptome auf, die die Lebensqualität von Krebsüberlebenden („Cancer Survivors“) nachhaltig beeinträchtigen. Das Projekt „UncovRT“ (Uncover molecular mechanisms of side effects after cranial Radiation…