Manchester – Forscherinnen und Forscher könnten bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) Signale in bisher kaum untersuchten Radiobändern übersehen haben. Eine neue Studie der University of Manchester zeigt, dass höhere Frequenzen im Millimeter- und Submillimeterbereich bislang weitgehend ungenutzt bleiben.
Das Team um die Doktorandin Louisa Mason wertete Archivbeobachtungen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile aus. Es handelte sich um die erste SETI-Suche mit ALMA-Daten. In zwei engen Frequenzfenstern des Bandes 3 fanden die Forschenden keine Kandidaten für technologische Signale.
Traditionell konzentrieren sich SETI-Programme auf den sogenannten „Water Hole“ zwischen 1,42 und 1,66 Gigahertz. Die neue Arbeit legt nahe, dass auch höhere Frequenzen systematisch untersucht werden sollten. Zudem verbesserten die Wissenschaftler die Schätzung der in Teleskop-Sichtfeldern erfassten Sterne: Mit dem Besançon-Galaxiemodell stieg die Zahl der berücksichtigten Sterne in einer früheren Untersuchung von 288.000 auf mehr als 6,1 Millionen.
Die Ergebnisse wurden bei der National Astronomy Meeting der Royal Astronomical Society vorgestellt und in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht. Die Autoren betonen das Potenzial bestehender Hochfrequenz-Teleskope für künftige SETI-Programme.
