Kiel – Das Horizon-Europe-Projekt IP4OS hat eine umfassende Kampagne gestartet, die das gängige Vorurteil widerlegt, geistiges Eigentum (IP) und Open Science stünden im Widerspruch zueinander. Die Role-Model-Kampagne demonstriert anhand von Video-Interviews, Webinaren und Podiumsdiskussionen, wie beide Ansätze sich gegenseitig verstärken und die Verwertung von Forschungswissen fördern können.
IP4OS (Unpacking the Possibilities of Intellectual Properties for Open Science) läuft von Januar 2025 bis Dezember 2026 und wird als Coordination and Support Action unter der Grant Agreement Nr. 101188026 gefördert. Koordinatorin ist Julia Priess-Buchheit von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Partner sind unter anderem das Karolinska Institutet, die Universität Stockholm, die Bodleian Libraries der University of Oxford, Creative Commons, McGill University und das Center for Open Science.
Die Kampagne richtet sich an Forschende, Data Stewards, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Rechts- und Transfer-Expertinnen sowie Innovationsakteure. Sie umfasst drei Videoformate: vertiefende Paneldiskussionen zu Themen wie Lizenzierung, Datenmanagementplänen und institutionsübergreifender Zusammenarbeit; Experten-Webinare unter anderem mit Chris Morrison, Alessandra Baccigotti, Richard Gold und Till Kreutzer; sowie persönliche Erfahrungsberichte von Role Models zu Rights Retention, Patentstrategien und Data Stewardship.
Alle Inhalte sind kostenfrei auf dem YouTube-Kanal und der Website von IP4OS verfügbar. Ergänzend gibt es Poster mit kurzen Reflexionen für Präsenzveranstaltungen. Die Kampagne soll zeigen, dass IP-Instrumente und Open-Science-Prinzipien gemeinsam die Reichweite und den gesellschaftlichen Nutzen von Forschung erhöhen können.
