Hornhaut aus dem 3D-Drucker: Empa entwickelt innovative Lösung für Sehbeeinträchtigungen
Forschende der Empa, in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich, dem Tierspital Zürich und der Radboud Universität in den Niederlanden, arbeiten an einer bahnbrechenden Lösung für Millionen von Menschen weltweit, die unter Hornhautschäden leiden. Diese Schäden, verursacht durch Infektionen, Verletzungen oder Fehlbildungen, können die Sehkraft erheblich beeinträchtigen oder sogar zur Erblindung führen. Da Spenderhornhäute oft knapp sind – nur etwa 100.000 Transplantationen sind jährlich möglich –, entwickelt das Team ein bioverträgliches, transparentes Implantat, das mittels 3D-Druck hergestellt wird und keine Gewebespenden benötigt. Das Implantat basiert auf einem Hydrogel aus Kollagen und Hyaluronsäure, das nicht nur biokompatibel ist, sondern auch keine Abstoßungsreaktionen auslöst. Durch die Verwendung von 3D-Extrusions-Bioprinting kann das Implantat individuell an die Hornhautwölbung der Patienten angepasst werden, was eine präzise Passform ermöglicht. Zusatzstoffe sorgen für die notwendige biomechanische Stabilität. Ein weiterer Vorteil: Das selbstklebende Material macht chirurgische Nähte überflüssig, wodurch…

