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credits: labnews.ai by LabNews Media LLC

TMF-Jahreskongress diskutiert Zukunft der Gesundheitsdaten

Berlin (labnews.ai) – Wie aus Gesundheitsdaten Innovationen entstehen und welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit diese Daten Forschung und Versorgung tatsächlich voranbringen, steht im Mittelpunkt des 17. TMF-Jahreskongresses. Die Veranstaltung findet am 16. Juni 2026 in Berlin statt. Angesichts der aktuellen Digitalgesetze und des geplanten Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS) wollen Experten aus Wissenschaft, Politik, Versorgung und Industrie diskutieren, wie leistungsfähige Dateninfrastrukturen, praktikable regulatorische Rahmenbedingungen und ein lernendes Gesundheitssystem die digitale Transformation unterstützen können. Im Fokus steht dabei auch ein Realitätscheck: Wie prägen die neuen Digitalgesetze die Zukunft der medizinischen Forschung und wo besteht politischer Nachbesserungsbedarf? Der TMF-Jahreskongress wird in diesem Jahr gemeinsam mit zwei starken Partnern ausgerichtet: dem Berlin Institute of Health (BIH) der Charité sowie dem Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin, einem Leibniz-Institut. Teilnehmer können hochrangige Impulse führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, interaktive Panels sowie Führungen und Workshops erwarten. Der Kongress der TMF –… 

Infografik Gebärmutterkrebs. Credits: AstraZeneca

Gebärmutterkrebs: Frühe Abklärung von Blutungen nach den Wechseljahren entscheidend

Berlin (labnews.ai) – Im Juni macht der Aufklärungsmonat für Gebärmutterkrebs (Uterine Cancer Awareness Month) auf die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane aufmerksam. Bei früher Erkennung ist die Prognose für gewöhnlich gut. Besonders wichtig ist die rasche ärztliche Abklärung jeder vaginalen Blutung nach den Wechseljahren. Gebärmutterkrebs, auch Endometriumkarzinom genannt, entsteht meist in der Gebärmutterschleimhaut und tritt vor allem bei älteren Frauen auf. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren. Bei etwa jeder vierten Betroffenen wird die Diagnose erst in einem fortgeschrittenen Stadium gestellt, was die Behandlung erschwert. Ein etabliertes Früherkennungsprogramm gibt es im Gegensatz zu anderen Krebsarten nicht. Zu den wichtigsten Warnzeichen zählen Blutungen nach den Wechseljahren, Blutungen außerhalb der Regel, ungewöhnlicher Ausfluss, Schmerzen im Unterbauch oder unerklärlicher Gewichtsverlust. Die AstraZeneca GmbH appelliert anlässlich des Awareness Month an Frauen, solche Symptome ernst zu nehmen und sowohl mit Ärztinnen und Ärzten als… 

Mit der Integration des Glukosesensors Dexcom G7 in das AID-System myLoop, dass die App CamAPS FX nutzt, sind mehr Diskretion und Flexibilität im Alltag mit Typ-1-Diabetes möglich. Credits: Dexcom Deutschland

Biosensorik: Dexcom G7 in myLoop AID-System integriert

Fortschritt in der Biosensorik: Die Unternehmen mylife Diabetes Care, CamDiab und Dexcom haben die Integration des Dexcom G7 Systems zur kontinuierlichen Glukosemessung in das automatisierte Insulinabgabesystem myLoop angekündigt. Das myLoop-System, das auf der App CamAPS FX basiert, erhält damit eine erweiterte Sensorkompatibilität. Menschen mit Typ-1-Diabetes können künftig von der schnellen Aufwärmzeit und der hohen Genauigkeit des Dexcom G7 profitieren. mylife Diabetes Care teilte mit, die Integration sei ein weiterer Schritt zu mehr Auswahl und Flexibilität in der Diabetes-Therapie. Das System kombiniere die YpsoPump Insulinpumpe mit der CamAPS FX App und kompatiblen Sensoren. Die Zusammenarbeit der drei Partner ziele darauf ab, adaptive Lösungen zu schaffen, die das Glukosemanagement erleichtern und den Aufwand für Betroffene reduzieren. Dexcom-Geschäftsführer Matt Dolan erklärte, die neue Integration vereine bewährte Technologien und stärke das Engagement für die Diabetes-Community. Professor Roman Hovorka, Gründer von CamDiab, betonte, die Einbindung… 

Das Gesundheitswesen ist eins der Hauptziele von Cyberkriminellen. Prompt: LabNews.

DiGA-Skandal: Patienten erhalten Apps auf Rezept ohne ausreichenden Wirksamkeitsnachweis

Berlin – Viele Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden von Ärzten verordnet und von Krankenkassen bezahlt, obwohl ihr Nutzen nicht ausreichend belegt ist. Das Fast-Track-Verfahren des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ermöglicht vorläufige Zulassungen, bei denen Hersteller hohe Preise kassieren – zulasten der Beitragszahler. Laut dem DiGA-Bericht des GKV-Spitzenverbands für 2025 wurden bis Ende des Jahres insgesamt 74 Anwendungen in das Verzeichnis aufgenommen. Nur 14 davon – rund 19 Prozent – konnten bereits bei der Aufnahme einen vollständigen Nachweis eines positiven Versorgungseffekts erbringen. Ein großer Teil startete vorläufig zur Erprobung. Ende 2025 befanden sich noch zehn Apps in dieser Phase, während 48 dauerhaft gelistet waren und 16 gestrichen wurden. Das System sieht vor: Bei unvollständigem Nachweis ist eine vorläufige Aufnahme für bis zu 12 Monate möglich, verlängerbar auf 24 Monate. In dieser Zeit dürfen die Apps zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen… 

Roche entwickelt PCR-Test für Bundibugyo-Ebola innerhalb von sechs Tagen

Der Pharmakonzern Roche hat einen neuen PCR-Test zum Nachweis des Bundibugyo-Ebola-Virus entwickelt. Das Unternehmen habe den Test innerhalb von nur sechs Tagen nach Veröffentlichung der Genomsequenz fertiggestellt, teilte Roche am Donnerstag mit. Der Test richtet sich gezielt auf den seltenen Bundibugyo-Virusstamm und soll Labore dabei unterstützen, schnell Testkapazitäten aufzubauen. Dies sei angesichts laufender Ausbrüche dringend erforderlich, um die Ausbreitung einzudämmen und die Überwachung zu verbessern, hieß es. Roche verwies auf seine besonderen Fähigkeiten bei der Reaktion auf Ausbrüche, die eine so rasche Entwicklung ermöglicht hätten. Der neue Test soll Labore in die Lage versetzen, zeitnah Diagnostik durchzuführen und so zur Eindämmung der aktuellen Ausbrüche beizutragen.

ProTransplant reicht Verfassungsbeschwerde ein – Neuer Druck auf die Organspendepolitik

Das Bündnis ProTransplant hat beim Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerde eingereicht. Grund ist die aus Sicht des Bündnisses weiterhin unzureichende Lage bei der Organspende in Deutschland. Die jüngste Novelle des Transplantationsgesetzes zur Erweiterung der Lebendspende habe keine echten Fortschritte gebracht, teilte das Bündnis mit. Die Beschwerde richtet sich gegen die Novellierung des Transplantationsgesetzes, die am 1. Juni 2026 in Kraft getreten ist. „Mit der Erweiterung der Lebendspende-Optionen hat sich der Gesetzgeber zum kleinstmöglichen Schritt durchgerungen. Das ist bei weitem nicht ausreichend“, erklärte Sprecherin Zazie Knepper. Die Klage werde von langjährigen Wartelistenpatienten getragen. Das Bündnis argumentiert, der Staat verletze seine verfassungsrechtliche Schutzpflicht für das Grundrecht auf Leben, da alle bisherigen Maßnahmen zur Erhöhung der Spenderorgane unzureichend geblieben seien. Die Verfassungsbeschwerde dürfte erheblichen politischen Druck auf Bundesregierung und Bundestag ausüben. Sie zwingt die Politik, sich erneut mit dem anhaltenden Organmangel auseinanderzusetzen und zu begründen, warum… 

Editorial: Wie Merz Big Pharma demontiert

Die Entscheidungen von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim im Juni 2026 sind ein deutliches Warnsignal für den Pharmastandort Deutschland. Der US-Konzern Eli Lilly halbiert seine ursprünglich auf 2,3 Milliarden Euro angelegte Investition in eine hochmoderne Produktionsstätte für injizierbare Arzneimittel in Alzey (Rheinland-Pfalz). Statt bis zu 1.000 hochqualifizierten Arbeitsplätzen entstehen nun deutlich weniger. Boehringer Ingelheim streicht geplante Neuinvestitionen von 900 Millionen Euro für die Jahre 2027 bis 2030 an deutschen Standorten. Beide Unternehmen begründen den Schritt explizit mit den Sparplänen der Bundesregierung im Gesundheitswesen. Unter der Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der am 6. Mai 2025 ins Amt gewählt wurde, hat die schwarz-rote Koalition aus CDU/CSU und SPD ein umfangreiches Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung auf den Weg gebracht. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant höhere Zwangsrabatte und verschärfte Erstattungsregeln für Arzneimittelhersteller. Diese Maßnahmen sollen die GKV-Ausgaben um mehrere Milliarden Euro… 

Multi-Omics. Symbolbild. Credits: Unsplash

FDA veröffentlicht Leitlinienentwurf zur Beschleunigung von Zell- und Gentherapien für Patienten

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat heute  einen Leitlinienentwurf veröffentlicht  , der Entwicklern helfen soll, vielversprechende Gentherapien effizienter zu den Patienten zu bringen, indem vorhandenes wissenschaftliches und regulatorisches Wissen besser genutzt wird. Die Leitlinien werden nach ihrer Fertigstellung darlegen, wie Sponsoren öffentlich verfügbare Informationen und etabliertes Plattformwissen, einschließlich Daten zu Chemie, Herstellung und Kontrollen (CMC), Ergebnisse nichtklinischer Studien und klinische Informationen, nutzen können, um die Zulassungsanträge für humane Gentherapieprodukte, die Genomeditierung in menschlichen somatischen Zellen verwenden, zu vereinfachen. „Die heutige Maßnahme unterstreicht das Engagement der FDA, sichere und wirksame Zell- und Gentherapien schneller zu den Patienten zu bringen, insbesondere zu jenen mit seltenen und lebensbedrohlichen Erkrankungen, denen nur wenige oder gar keine anderen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen“,  sagte Karim Mikhail, B. Pharm., MS, kommissarischer Direktor des Center for Biologics Evaluation and Research (CBER) . „Indem wir Informationen darüber bereitstellen, wie Unternehmen auf bereits vorhandenen Erkenntnissen… 

FDA warnt vor Problemen mit Katheter-Einführsets von Abiomed

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Early Alert zu einem Katheter-Einführset des Medizintechnikunternehmens Abiomed herausgegeben. Betroffen sind bestimmte Chargen, bei denen es zu Problemen beim Einführen oder Entfernen des Katheters kommen kann. Die FDA rät medizinischem Fachpersonal, die betroffenen Produkte vor der Verwendung zu prüfen und bei festgestellten Defekten nicht einzusetzen. Mögliche Folgen sind Verzögerungen bei der Behandlung, Gefäßverletzungen oder andere Komplikationen bei Patienten, die auf eine mechanische Kreislaufunterstützung angewiesen sind. Abiomed hat nach Angaben der FDA bereits mit der Untersuchung des Problems begonnen und arbeitet an einer Lösung. Die Behörde empfiehlt Anwendern, auf alternative Produkte auszuweichen, bis weitere Informationen vorliegen, und alle Zwischenfälle zu melden. Die Warnung betrifft vor allem Krankenhäuser und Kardiologiezentren, die Impella-Systeme oder andere Herzunterstützungssysteme von Abiomed einsetzen. Die FDA wird weiter über den Stand der Untersuchung informieren. Betroffene Einrichtungen sollten die detaillierten Hinweise auf der FDA-Website… 

Neuer B7-H3-ADC SKB500 zeigt breite antitumorale Wirkung bei soliden Tumoren

Das chinesische Biotech-Unternehmen Sichuan Kelun-Biotech Biopharmaceutical Co., Ltd. hat auf dem ASCO-Jahreskongress 2026 positive erste Ergebnisse der Phase-1-Studie zu seinem neu entwickelten B7-H3-Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) SKB500 vorgestellt. Der Wirkstoff, der über die firmeneigene OptiDC™-Plattform entwickelt wurde, zeigte in der First-in-Human-Studie mit 192 Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren eine deutliche antitumorale Aktivität. Bei der empfohlenen Dosis von 12 mg/kg erreichte SKB500 eine objektive Ansprechrate (ORR) von 42,7 Prozent und eine Krankheitskontrollrate (DCR) von 83,9 Prozent. Besonders stark war die Wirkung bei kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC) mit einer ORR von 65 Prozent und einem medianen progressionsfreien Überleben von 7,2 Monaten. Auch bei Speiseröhrenkrebs (ESCC) lag die ORR bei 54,1 Prozent. Das Sicherheitsprofil war bei 12 mg/kg günstig, mit einer niedrigeren Rate schwerer behandlungsbedingter Nebenwirkungen im Vergleich zur höheren Dosis. Es traten keine behandlungsbedingten Todesfälle auf. SKB500 zeichnet sich durch einen hochaffinen Antikörper mit optimiertem,…