Kalziumsensitiver Schalter steigert die Wirksamkeit von Krebsmedikamenten
Antikörpermedikamente zur Krebsbekämpfung sind so konzipiert, dass sie in Tumorzellen eindringen und dort eine tödliche Substanz freisetzen. Doch allzu oft erreichen sie dieses Ziel nicht. Eine neue Studie zeigt, wie diese Strategie – ähnlich einem Trojanischen Pferd – durch die Ausnutzung von Kalziumunterschieden innerhalb und außerhalb der Zellen effektiver funktioniert. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Sophia Hober, Professorin am KTH Royal Institute of Technology, hat die Entwicklung eines Kalzium-aktivierten Wirkstoffabgabesystems vorgestellt. Dieses System soll eine präzisere Behandlung mit niedrigeren Dosen und weniger Schäden an gesundem Gewebe ermöglichen. In Zusammenarbeit mit der Stanford University und der Universität Umeå veröffentlichten die Forscher ihre Ergebnisse in PNAS , der Fachzeitschrift der National Academy of Sciences. Das Konzept zielt auf eine häufige Herausforderung bei zielgerichteten Medikamenten ab, die dazu neigen, sich zu stark an Rezeptoren von Tumoren anzulagern. Positiv ist, dass diese starke Bindung die…










