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FDA gewährt Priority Review für subkutane Startdosis von Leqembi Iqlik

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat der ergänzenden Biologics License Application (sBLA) für Leqembi Iqlik (lecanemab-irmb) als wöchentliche subkutane Startdosis Priority Review gewährt. BioArctic AB teilte am 26. Januar 2026 mit, dass das PDUFA-Datum auf den 24. Mai 2026 festgelegt wurde. Leqembi ist zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit im Stadium leichter kognitiver Beeinträchtigung oder milder Demenz zugelassen. Bei Zulassung wäre Leqembi Iqlik das erste und einzige Anti-Amyloid-Medikament, das eine Heim-Injektion sowohl zur Einleitung als auch zur Erhaltungstherapie ermöglicht. Die geplante subkutane Dosierung umfasst 500 mg wöchentlich (zwei Injektionen à 250 mg) mittels Autoinjektor als Alternative zur aktuellen zweiwöchentlichen intravenösen Gabe. Die Injektionszeit beträgt etwa 15 Sekunden pro 250-mg-Dosis. Die subkutane Formulierung könnte Ressourcen im Gesundheitswesen einsparen, da keine Infusionsvorbereitung und Überwachung durch Pflegekräfte erforderlich wären. Die sBLA stützt sich auf Daten aus verschiedenen Dosierungen der subkutanen Verabreichung sowie Substudien der Phase-3-Clarity-AD-Studie und deren… 

„From Brain to Mind“: Projekt macht kognitive Neurowissenschaften verständlich

Der Neurowissenschaftler Pavlos Topalidis vom Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften (CCNS) der Universität Salzburg erklärt in einem neuen Wissenschaftskommunikationsprojekt komplexe Prozesse im Gehirn für ein breites Publikum. Das vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderte Projekt „From Brain to Mind“ basiert auf Ergebnissen eines langjährigen Doktoratsprogramms und soll Neugier auf kognitive Neurowissenschaften wecken. Im Fokus stehen Fragen wie: Was passiert im Gehirn beim Denken, Fühlen, Erinnern oder Schlafen? Topalidis, spezialisiert auf Schlafforschung, forscht im Schlaflabor des CCNS und an der Christian-Doppler-Klinik zu Schlafqualität, deren Messung und Zusammenhängen mit Erkrankungen wie Epilepsie. Er möchte Laien die Forschung näherbringen, junge Menschen für Wissenschaft begeistern und zeigen, wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse entstehen. Das Projekt umfasst einen etwa 30-minütigen Dokumentationsfilm, der im April 2026 startet und ohne Vorkenntnisse verständlich ist. Er richtet sich an alle Altersgruppen, einschließlich Schulen. Seit Dezember 2025 erscheint wöchentlich der englischsprachige Podcast „Brain to… 

Neue Förderrichtlinie: Aufklärung ungelöster Fälle bei seltenen Erkrankungen

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat im Bundesanzeiger vom 23. Januar 2026 eine Richtlinie zur Förderung transnationaler Forschungsprojekte im Rahmen der europäischen Partnerschaft ERDERA veröffentlicht. Ziel ist die Aufklärung ungelöster Fälle bei seltenen genetischen und nicht-genetischen Erkrankungen. In Europa leiden schätzungsweise 26 bis 30 Millionen Menschen an mindestens 7.000 verschiedenen seltenen Erkrankungen. Viele treten früh auf, verkürzen die Lebenserwartung und erfordern im Schnitt vier bis sechs Jahre bis zur Diagnose. Etwa die Hälfte der Verdachtsfälle auf genetische Erkrankungen bleibt trotz Standardtests ungelöst. Nicht-genetische seltene Erkrankungen machen rund zehn Prozent der Fälle aus und sind besonders wenig erforscht. Die Fördermaßnahme, die von der EU kofinanziert wird, zielt auf interdisziplinäre Verbünde ab, die ursächliche Varianten identifizieren, diagnostische Aufklärung bei unbekannter oder gemischter Pathogenese erreichen und neue Methoden entwickeln. Gefördert werden Projekte, die funktionelle Validierung von Varianten unklarer Bedeutung (VUS),… 

USA: Trumps ICE als Todesschwadron

Die tödlichen Übergriffe von ICE unter Trump markieren eine Eskalation staatlicher Gewalt gegen Migranten und Bürger, mit Rekordzahlen an Todesfällen in Haft und Schießereien bei Razzien.[1][2][3][4][5] Rekord an Todesfällen in Haft 2025 war das tödlichste Jahr für Inhaftierte in ICE-Obhut seit zwei Jahrzehnten, mit 32 verifizierten Todesfällen – ein Höchststand, der parallel zu massiven Haftzunahmen… USA: Trumps ICE als Todesschwadron

The Maduro Kidnapping: How Trump Has Dramatically Increased His Own Personal Security Risk

The abduction of Venezuelan President Nicolás Maduro by U.S. special operations forces in early January 2026 represents one of the most audacious acts of state-sponsored kidnapping in modern history. Codenamed “Operation Absolute Resolve” and executed as the centerpiece of the larger “Operation Southern Spear,” the raid combined Delta Force assaulters, 160th SOAR Night Stalkers, MQ-9… The… The Maduro Kidnapping: How Trump Has Dramatically Increased His Own Personal Security Risk

Das Milliardengeschäft mit Reha-Patienten: Wie Private-Equity-Konzerne und Krankenkassen den deutschen Gesundheitsmarkt steuern

Deutschland hat ein Rehabilitationssystem entwickelt, das sich zu einem milliardenschweren Wirtschaftszweig ausgewachsen ist [1]. Im Jahr 2023 beliefen sich die Gesamtausgaben für Rehabilitation und Teilhabe auf 47,4 Milliarden Euro – ein Anstieg von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr [1]. Diese Summen verteilen sich auf verschiedene Kostenträger und Leistungserbringer, deren Interaktionen ein komplexes Geflecht aus medizinischer Versorgung und wirtschaftlicher Verwertung bilden. Die Strukturen dieses Systems offenbaren eine Industrie, in der Patientenströme gesteuert, Vergütungssätze verhandelt und Renditen maximiert werden. Kostenträger und Ausgabenstrukturen Die Finanzierung der Rehabilitation in Deutschland erfolgt primär durch zwei große Kostenträger: die Deutsche Rentenversicherung (DRV) und die gesetzlichen Krankenkassen [2]. Die Deutsche Rentenversicherung investierte 2024 insgesamt 8,31 Milliarden Euro in die Rehabilitation, davon 6,67 Milliarden Euro für medizinische Rehabilitation und 1,25 Milliarden Euro für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben [3]. Im Vorjahr 2023 lagen die Bruttoausgaben der DRV bei… 

Bausch Health: Phase-3-Studien zu Rifaximin-SSD bei Leberzirrhose enttäuschen

Der kanadische Pharmakonzern Bausch Health Companies Inc. hat die Ergebnisse seines globalen Phase-3-Programms RED-C bekannt gegeben. Die beiden Studien untersuchten eine amorphe feste Lösung (Solid Soluble Dispersion, SSD) des Antibiotikums Rifaximin zur primären Prävention der hepatischen Enzephalopathie (HE) bei erwachsenen Patienten mit Leberzirrhose. Obwohl das Präparat sicher und gut verträglich war, erreichten beide Studien das primäre Wirksamkeitsziel nicht. Das RED-C-Programm umfasste zwei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studien mit insgesamt mehr als 1.000 Patienten an 398 Studienzentren in 17 Ländern. Ziel war es, den Zeitpunkt des ersten Auftretens einer hepatischen Enzephalopathie bei Patienten mit Leberzirrhose ohne vorherige HE-Episoden zu verzögern. Derzeit gibt es keine zugelassene Therapie zur primären Prävention dieser Komplikation. Leberzirrhose stellt in den USA eine der Hauptursachen für terminale Lebererkrankungen dar und rangiert unter den zehn häufigsten Todesursachen. Die Erkrankung schreitet häufig durch Komplikationen wie hepatische Enzephalopathie, Gelbsucht, klinisch relevante… 

ACON Laboratories bringt ersten FDA-zugelassenen 4-in-1-Heimtest für RSV, Grippe A/B und COVID auf den Markt – Geeignet ab 6 Monaten

Der US-amerikanische Hersteller ACON Laboratories hat den Flowflex Plus RSV + Flu A/B + COVID 4-in-1-Heimtest eingeführt. Es handelt sich um den ersten von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassenen Schnelltest für den Heimgebrauch, der gleichzeitig vier häufige Atemwegsinfektionen nachweist: Respiratory Syncytial Virus (RSV), Influenza A, Influenza B und COVID-19. Der Test ist für Erwachsene sowie Kinder ab einem Alter von sechs Monaten zugelassen und wird ab sofort landesweit in den USA angeboten. Respiratorische Symptome wie Fieber, Husten, verstopfte Nase oder pfeifende Atmung können bei RSV, Grippe und COVID-19 sehr ähnlich ausfallen. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern ist eine schnelle Unterscheidung wichtig, da RSV die häufigste Ursache für Krankenhausaufnahmen bei Kindern unter fünf Jahren darstellt. Der neue Test ermöglicht es Familien, die Ursache der Beschwerden zu Hause innerhalb kurzer Zeit zu klären und entsprechend zu handeln – etwa durch Isolation, ärztliche Vorstellung… 

Neuer Lysosomenatlas und seine Bedeutung für neurologische Erkrankungen

Forscher des Leibniz-Instituts für Alterung und der Stanford University haben einen umfassenden Atlas von Lysosomen im Gehirn erstellt, der die Unterschiede zwischen Lysosomen in Neuronen und anderen Gehirnzellen aufzeigt. Ein zentrales Ergebnis ist das Protein SLC45A1, das in neuronalen Lysosomen vorkommt und für die Regulierung des Säuregehalts entscheidend ist. Mutationen dieses Proteins führen zu Störungen im Eisenstoffwechsel und erklären neurologische Symptome, die als lysosomale Speicherstörungen klassifiziert werden können. Der Atlas ermöglicht präzisere Diagnosen seltener neurologischer Erkrankungen und eröffnet neue Therapieansätze, indem er die spezifischen lysosomalen Funktionen in verschiedenen Zelltypen beleuchtet. Diese Erkenntnisse sind essenziell für das Verständnis und die Behandlung von Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson. Veröffentlichung Der zelltypaufgelöste Proteinatlas von Gehirnlysosomen identifiziert die SLC45A1-assoziierte Erkrankung als lysosomale Störung. Ali Ghoochani, Julia C. Heiby, Eshaan S. Rawat, Uche N. Medoh, Domenico Di Fraia, Wentao Dong, Marc Gastou, Mohit Rastogi, Vincent… 

Zwei Tage Haferflocken senken Cholesterinspiegel

Eine kurzzeitige Haferkur scheint den Cholesterinspiegel überraschend stark senken zu können. In diese Richtung deutet eine Studie der Universität Bonn, die jetzt in der Zeitschrift Nature Communications erschienen ist. Die Versuchspersonen litten am metabolischem Syndrom – einer Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten. Sie nahmen zwei Tage eine kalorienreduzierte Kost zu sich, die fast ausschließlich aus Haferflocken bestand. Gegenüber einer Kontrollgruppe verbesserten sich ihre Cholesterinwerte daraufhin deutlich. Selbst nach sechs Wochen ließ sich dieser Effekt noch nachweisen. Offenbar beeinflusste die Diät die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm. Die von ihnen produzierten Stoffwechselprodukte scheinen maßgeblich zu den positiven Wirkungen beizutragen. Dass Hafer segensreiche Wirkungen auf den Stoffwechsel hat, ist nicht neu. Der deutsche Mediziner Carl von Noorden behandelte Anfang des 20. Jahrhunderts Zuckerkranke mit dem Getreide – mit beachtlichem Erfolg. „Heute stehen für die Therapie von Personen mit…