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Medizinische Forschung im Iran 2026: Starke Leistungen trotz massiver Sanktionen und Isolation

Der Iran gehört seit etwa 15 Jahren zu den Ländern mit der weltweit schnellsten Wachstumsrate bei wissenschaftlichen Publikationen im medizinisch-biomedizinischen Bereich. Trotz jahrzehntelanger internationaler Sanktionen, eingeschränktem Zugang zu modernster Gerätetechnik, fehlender Importmöglichkeiten für Reagenzien und nahezu vollständiger wissenschaftlicher Isolation hat das Land eine bemerkenswerte Forschungslandschaft aufgebaut – mit Stärken, die teilweise sogar global sichtbar sind. Rang und Entwicklung (Stand Anfang 2026) Das Wachstum erfolgte fast ausschließlich aus dem Inland: Internationale Kooperationen sind seit 2018/19 wegen Sanktionen und Visaproblemen stark zurückgegangen (weniger als 12 % der Publikationen haben ausländische Co-Autoren). Die stärksten Forschungsfelder (2024–2026) Rang Fachgebiet Welt-Ranking (ca.) Bemerkenswerte Stärke / Beispielthemen 1 Traditionelle & komplementäre Medizin Top 3–5 global Phytotherapie, iranische traditionelle Medizin (ITM), Kombination mit Moderne 2 Nanomedizin / Drug Delivery Top 8–12 Nanopartikel für Krebs, gezielte Wirkstofffreisetzung, Krebs-Immuntherapie 3 Stammzellforschung & regenerative Medizin Top 10–15 Mesenchymale Stammzellen, Herzmuskelregeneration,… 

Alarmierende Gesetzeslücke bei Medizinal-Cannabis

Am 13. Januar 2026 hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) eine scharfe Pressemitteilung veröffentlicht, in der er massive Sicherheitsrisiken durch die aktuelle Praxis der Medizinal-Cannabis-Verordnung anprangert. Der Gesundheitsausschuss des Bundestages prüft am 14. Januar 2026 einen Gesetzentwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG). Der DVR begrüßt diesen Schritt ausdrücklich – und fordert gleichzeitig, dass die sicherheitsrelevanten Regelungen „ohne Abstriche“ beschlossen werden. Die Kernbotschaft des DVR ist unmissverständlich: Ohne persönliche ärztliche Untersuchung, ohne leitliniengerechte Abklärung alternativer Therapien und ohne kontinuierliche fachärztliche Begleitung ist jede Fahrt unter Medizinal-Cannabis-Einfluss „ein rollendes Pulverfass“. Die Ausgangslage: Teillegalisierung und explosionsartiger Anstieg der Verordnungen Seit der Teillegalisierung von Cannabis im Jahr 2024 hat sich die Zahl der ärztlichen Verordnungen von Medizinal-Cannabis vervielfacht. Gleichzeitig hat sich eine hochproblematische Praxis etabliert: Viele Rezepte werden online ausgestellt – oft ohne persönliche Untersuchung, ohne ausreichende Diagnostik und ohne dass alternative Therapien ernsthaft geprüft… 

Der Markt für prädiktive klinische Biomarker wächst explosionsartig

Am 13. Januar 2026 veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen MarketsandMarkets eine neue Studie, die den globalen Markt für prädiktive klinische Biomarker bis 2030 auf 14,69 Milliarden US-Dollar schätzt – ein Wachstum von durchschnittlich 11,6 % pro Jahr gegenüber 8,49 Milliarden im Jahr 2025. Die Prognose basiert auf einer umfassenden Analyse von 708 Datentabellen und 56 Abbildungen und unterstreicht einen der dynamischsten Bereiche der modernen Präzisionsmedizin. Was sind prädiktive klinische Biomarker? Prädiktive Biomarker sind messbare biologische Merkmale (Gene, Proteine, Metaboliten, zelluläre Signaturen), die vorhersagen, ob ein Patient auf eine bestimmte Therapie ansprechen wird – oder eben nicht. Sie unterscheiden sich von diagnostischen („Hat der Patient die Krankheit?“) und prognostischen („Wie wird die Erkrankung verlaufen?“) Biomarkern dadurch, dass sie direkt die Therapieentscheidung steuern. Typische Beispiele aus der Praxis 2026: Der Markt umfasst sowohl die Tests selbst (NGS-Panels, PCR, Immunoassays, Liquid Biopsy) als auch die… 

Blutstammzellen lassen sich metabolisch verjüngen

Am 13. Januar 2026 veröffentlichte das Team um Marie-Dominique Filippi vom Cincinnati Children’s Hospital Medical Center in der Fachzeitschrift Cell Stem Cell eine wegweisende Arbeit, die erstmals einen umkehrbaren metabolischen Mechanismus identifiziert, durch den hämatopoetische Stammzellen (HSCs) nach wiederholtem Stress oder im Alter ihre Funktion verlieren – und wie man diesen Prozess mit einem einfachen Metaboliten wieder korrigieren kann. Die Studie hat weitreichende Implikationen: Sie erklärt, warum manche Patienten nach einer erfolgreichen Stammzelltransplantation später eine Knochenmarkinsuffizienz oder sekundäre maligne Erkrankungen entwickeln. Gleichzeitig eröffnet sie einen möglichen Ansatz, um die Immunseneszenz im Alter abzuschwächen und die Impfantwort älterer Menschen zu verbessern. Das Problem: Erschöpfung von Blutstammzellen durch Stress und Alter Hämatopoetische Stammzellen sind für die lebenslange Produktion aller Blutzellen verantwortlich. Bei einer allogenen oder autologen Stammzelltransplantation (wie sie bei Leukämien, Lymphomen oder schweren Autoimmunerkrankungen Standard ist) werden diese Zellen massiv stimuliert:… 

Eine Dosis HPV-Impfstoff so wirksam wie zwei

Am 13. Januar 2026 veröffentlichte das US-amerikanische National Institutes of Health (NIH) die Ergebnisse einer großen, randomisierten klinischen Studie, die eine der wichtigsten Fragen der modernen Krebsprävention beantwortet: Reicht eine einzige Dosis des humanen Papillomavirus (HPV)-Impfstoffs aus, um einen vergleichbaren Schutz gegen HPV-Infektionen und die daraus resultierenden Krebserkrankungen zu bieten wie die bisher empfohlene Zwei-Dosis-Schema… Eine Dosis HPV-Impfstoff so wirksam wie zwei

Why the EU Must Militarily Resist a US Occupation of Greenland – And Why America Cannot Win a War Against Europe on European Soil

A hypothetical U.S. military occupation of Greenland would represent one of the most dramatic ruptures in transatlantic relations since World War II. Greenland, as an autonomous territory within the Kingdom of Denmark, is part of the European Union’s legal and political space (Overseas Countries and Territories status). Any forcible takeover would constitute a direct armed… Why the EU Must Militarily Resist a US Occupation of Greenland – And Why America Cannot Win a War Against Europe on European Soil

Genetischer Risikofaktor und Epstein-Barr-Virus lösen MS aus. Credits: LabNews Media LLC

Genetischer Risikofaktor und Epstein-Barr-Virus lösen MS aus

Multiple Sklerose (MS) gehört zu den komplexesten und am schwersten verstehbaren Autoimmunerkrankungen des Zentralnervensystems. Seit Jahren gilt eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) als der mit Abstand stärkste bekannte Umweltfaktor: Fast 100 % der MS-Patienten sind EBV-infiziert, während in der Allgemeinbevölkerung „nur“ etwa 95 % das Virus tragen. Eine symptomatische Erstinfektion im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter (Pfeiffersches Drüsenfieber) erhöht das MS-Risiko um den Faktor 20–30. Dennoch reicht EBV allein nicht aus – die überwiegende Mehrheit der Infizierten entwickelt keine MS. Nun legen Forschende der Universität Zürich (UZH) unter Leitung von Roland Martin eine Arbeit vor, die erstmals auf molekularer Ebene zeigt, wie genau das Zusammenspiel zwischen dem Virus und einem der wichtigsten genetischen Risikofaktoren – dem HLA-DR15-Haplotyp – die Autoimmunreaktion gegen die Myelinscheide auslöst. Der Schlüssel: HLA-DR15 und die molekulare Mimikry HLA-DR15 ist der mit Abstand stärkste genetische Risikofaktor für… 

Digitale Therapie verbessert Sehleistung bei infantilem Nystagmus

Am 13. Januar 2026 veröffentlichte das israelische Unternehmen RevitalVision im British Journal of Ophthalmology die Ergebnisse einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie, die erstmals einen statistisch signifikanten und klinisch relevanten Nutzen eines neuroplastizitätsbasierten digitalen Trainingsprogramms bei Patienten mit infantiler Nystagmus (kongenitaler Nystagmus) nachweist. Infantile Nystagmus ist eine angeborene, meist schon im Säuglingsalter manifeste Augenbewegungsstörung mit unwillkürlichen, rhythmischen Oszillationen der Augen. Die Prävalenz liegt bei etwa 1:1.000. Betroffene erreichen unter optimaler optischer Korrektur in der Regel eine bestkorrigierte Sehschärfe zwischen 0,25 und 0,5 (20/80 bis 20/40). Die reduzierte Sehschärfe, gestörte Tiefenschärfe, Oszillopsie und Kontrastminderung beeinträchtigen Alltagsfunktionen erheblich – vom Lesen über Autofahren bis hin zur Gesichtserkennung. Bislang gab es praktisch keine evidenzbasierten, nicht-invasiven Therapien, die die Sehleistung nachhaltig verbessern konnten. Medikamente, Prismengläser, Gabapentinoide oder chirurgische Muskelversetzungen zielen meist nur auf die Reduktion der Oszillation ab, nicht auf die eigentliche visuelle Verarbeitung. Die… 

Neue ERC-Nachwuchsgruppe am DIfE

Seit dem 1. Januar 2026 forscht am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) eine neue, vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit 1,5 Millionen Euro geförderte Nachwuchsgruppe unter Leitung von Dr. Ignacio Rebollo. Das ambitionierte Projekt trägt den programmatischen Titel „Darm-Gehirn-Interaktionen“ und zielt darauf ab, die komplexe bidirektionale Kommunikation zwischen gastrointestinalen Signalen und zentralnervösen Prozessen bei gesunden Personen und bei Patienten mit Major Depression systematisch aufzuklären. Das Vorhaben ist wissenschaftlich und gesellschaftlich hochaktuell: Psychische Erkrankungen – insbesondere depressive Störungen – haben in den letzten beiden Jahrzehnten weltweit dramatisch zugenommen. Die Lebenszeitprävalenz liegt in Deutschland inzwischen bei etwa 18–20 %, die direkten und indirekten volkswirtschaftlichen Kosten werden auf über 80 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Gleichzeitig zeigen Meta-Analysen seit Mitte der 2010er Jahre konsistent, dass die Darmmikrobiota, gastrointestinale Hormone und viszerale Afferenzen einen messbaren Einfluss auf Stimmung, Angst, kognitive Funktionen und Belohnungsverarbeitung haben. Die… 

Koreanische Studie bringt kardiale Organoide physiologische Reife näher

Herzkrankheiten bleiben weltweit die häufigste Todesursache. Trotz enormer Fortschritte in der medizinischen Forschung fehlt es nach wie vor an verlässlichen humanen Modellen, die die komplexe Entwicklung, die Krankheitsmechanismen und die Therapieantwort des menschlichen Herzens realistisch abbilden. Tiermodelle weisen deutliche artenspezifische Unterschiede auf, zweidimensionale Zellkulturen sind strukturell und funktionell viel zu einfach. Kardiale Organoiden aus humanen pluripotenten Stammzellen gelten seit Jahren als vielversprechendste Alternative – doch die meisten dieser 3D-Modelle bleiben entwicklungsmäßig unreif, schlecht vaskularisiert und funktionell limitiert. Eine aktuelle Arbeit aus Korea zeigt nun, dass gezielte mechanische Stimulation durch dreidimensionalen magnetischen Drehmoment (Magnetic Torque Stimulation, MTS) genau diese zentrale Schwäche adressieren kann. Die Studie, geleitet von Prof. Yongdoo Park (Department of Biomedical Sciences, Korea University), wurde am 23. Oktober 2025 online first veröffentlicht und erscheint im Dezember 2025 in Band 208 von Acta Biomaterialia. Der Kern der Arbeit: Mechanische Kräfte…