Mechanische Kräfte sind der Schlüssel zur embryonalen Selbstorganisation
Mithilfe lichtinduzierbarer Genexpression konnten Wissenschaftler zeigen, dass die Bildung der Körperachsen in menschlichen Embryomodellen ein Zusammenspiel zwischen chemischen Signalen und mechanischen Kräften erfordert. Bereits zwei Wochen nach der Befruchtung zeigen sich erste Anzeichen für die Ausbildung der drei Körperachsen (Kopf/Schwanz, Bauch/Rücken und rechts/links). In diesem Stadium, der sogenannten Gastrulation, faltet sich eine flache, strukturlose Zellschicht zu einem lebenden Bauplan des Körpers – eine flüchtige Transformation in Achsen und Schichten, die die Entwicklung jedes einzelnen Gewebes bestimmen. Dieser entscheidende Moment blieb jedoch lange Zeit der wissenschaftlichen Forschung entzogen, da er zu früh und zu tief im Mutterleib stattfindet, um direkt untersucht zu werden. Eine neue Studie zeigt nun, dass dieser entscheidende Schritt der menschlichen Entwicklung durch ein präzises Zusammenspiel chemischer Signale und physikalischer Kräfte gesteuert wird. Die in Cell Stem Cell veröffentlichte Arbeit stellt ein lichtbasiertes Werkzeug zur Erzeugung synthetischer Embryonen vor, mit dem…




