Comeback der Maul- und Klauenseuche in Deutschland
Erstmals seit 1988 ist in Deutschland wieder die Maul- und Klauenseuche (MKS) ausgebrochen. Im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland wurden am 10. Januar 2025 drei verendete Wasserbüffel positiv auf das MKS-Virus getestet[2][3]. Weitere elf Tiere mussten aufgrund der Infektion getötet werden[6]. Erreger und Pathogenese Der Erreger der MKS gehört zum Genus Aphthovirus aus der Familie der Picornaviridae[7]. Es existieren sieben bekannte Serotypen (O, A, C, Asia 1, SAT1, SAT2, SAT3), die sich in zahlreiche Untertypen und Stämme aufteilen[7]. Die Viren zeigen eine hohe Mutationsrate, wobei die Aminosäurenanordnung auf der Virushülle entscheidend für die Infektiosität ist[4]. Forschungen haben gezeigt, dass Modifikationen an den Rezeptorbindungsstellen die Wirtszellinteraktion und damit die Virulenz signifikant beeinflussen können[4]. Epidemiologie und Übertragung Die MKS gilt als eine der ansteckendsten Tierseuchen überhaupt. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt zwischen infizierten und empfänglichen Tieren[7]. Das Virus befällt primär Paarhufer und…
