Gene treffen auf Biomarker: Ein neuer Fahrplan für Neugeborenenscreenings
Seit mehr als sechs Jahrzehnten spielt das auf Biomarkern basierende Neugeborenenscreening eine entscheidende Rolle bei der Senkung der Säuglingssterblichkeit und langfristiger Behinderungen, indem es die Früherkennung von Stoffwechsel- und endokrinen Störungen ermöglicht. Allerdings sind herkömmliche Tests mit getrockneten Blutstropfen nach wie vor anfällig für Schwankungen in der Probenqualität, Umwelteinflüsse, den Gesundheitszustand der Mutter und technische Einschränkungen, was zu falsch positiven Ergebnissen oder Fehldiagnosen führen kann. Mittlerweile hat die Next-Generation-Sequenzierung eine starke diagnostische Leistungsfähigkeit bei kritisch kranken Säuglingen gezeigt, doch bestehen weiterhin Herausforderungen bei der Interpretation von Varianten, der Erkennung struktureller Varianten, der Kostenkontrolle und dem ethischen Management. Diese Einschränkungen unterstreichen die Notwendigkeit eines standardisierten Modells, das biochemische und genomische Screening-Ansätze effektiv integriert. Veröffentlicht (DOI: 10.1007/s12519-025-00996-2) am 26. Dezember 2025 im World Journal of Pediatrics veröffentlicht wurde, wurde der Konsens von der Newborn Inherited Metabolic Disease Screening Group und multidisziplinären Experten führender Institutionen in…


