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PCR-Test auf epigenetischer Basis könnte schwer zu diagnostizierenden Brusttumor erkennen

Wissenschaftler des Garvan Institute of Medical Research (NSW, Australien) haben neue DNA-Marker auf der Grundlage der Epigenetik identifiziert, die zusätzliche diagnostische Informationen für Phyllodentumoren liefern könnten.

Bei epigenetischen Veränderungen handelt es sich um Veränderungen der Genaktivität, ohne dass die DNA-Sequenz selbst verändert wird, und sie können durch Umweltfaktoren beeinflusst werden. Ein gängiger epigenetischer Prozess ist die DNA-Methylierung, bei der sich Methylgruppen an DNA-Abschnitte anlagern und die Genexpression verändern.

Amerikanische ADLM kritisiert die FDA

Während die Food and Drug Administration (FDA) ihren Versuch, laborentwickelte Tests (LDTs) zu regulieren, vorantreibt, stellen die US-amerikanische Association for Diagnostics & Laboratory Medicine (ADLM, früher AACC) und viele andere in der Laborgemeinschaft in Frage, ob die Behörde die Befugnis hat, eine solche Aufsicht auszuüben. Die ADLM warnt außerdem davor, dass der Versuch den Zugang der Patienten zu wichtigen Labortests drastisch einschränken und einige Labore sogar lahmlegen könnte.

Die FDA hat am 3. Oktober 2023 einen Regelungsvorschlag veröffentlicht, der es der Behörde ermöglichen würde, LDTs als Medizinprodukte zu regulieren, ähnlich wie die von IVD-Unternehmen hergestellten In-vitro-Diagnostik (IVD)-Testsätze.

3.000 Jahre alte DNA zeigt gewaltige Mobilität im Römischen Reich

Die Daten zeigen etwa, wie vielfältig die Bevölkerung vieler Gebiete des Römischen Reichs waren: Mindestens 8 % der in die Studie einbezogenen Personen stammten ursprünglich nicht aus dem Gebiet Europas, Afrikas oder Asiens, in dem sie begraben wurden. Ron Pinhasi von der Universität Wien war als Co-Leiter an der Studie beteiligt, die kürzlich im renommierten Fachmagazin elife publiziert wurde. In der Studie wurden vorhandene DNA-Daten von Tausenden von Skelettfunden aus dem Römischen Reich sowie aus Mitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien, Großbritannien und Nordeuropa sowie Nordafrika analysiert. Zusätzlich sequenzierten die Wissenschafter*innen 204 neue Genome aus 53 archäologischen Stätten in 18 Ländern. Die meisten stammten von Personen, die in der Zeit des kaiserlichen Roms und der Spätantike, vom ersten bis zum siebten Jahrhundert v. u. Z., gestorben sind. Originalpublikation:Stable population structure in Europe since the Iron Age, despite high mobility. Elife. 2024 Jan… 

PARP1 ermöglicht DNA-Reparatur

Forschenden am Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden fanden heraus, was die gebrochenen DNA-Enden vor dem Auseinanderfallen bewahrt. Das Team entdeckte, dass das Protein PARP1 eine Art Unterwasser-Kleber bildet, der die DNA-Enden zusammenhält und eine spezielle Reparaturzone schafft. Diese Erkenntnisse sind nicht nur für das Verständnis von DNA-Reparatur wichtig, sondern liefern auch wertvolle Hinweise für die Krebsforschung.

Holotomographische Mikroskopie visualisiert rote Blutkörperchen

Empa-Forschende haben lebende rote Blutzellen dabei beobachtet, wie sie sich in «Stechapfelzellen» verwandeln, wenn sie mit hohen Konzentrationen des Medikaments Ibuprofen behandelt werden. Mittels holotomographischer Mikroskopie konnten sie die roten Blutkörperchen in Echtzeit bei ihrer Verwandlung vermessen und in 3D-Renderings darstellen. Talia Bergaglio und Peter Nirmalraj vom «Transport at Nanoscale Interfaces»-Labor in Dübendorf provozierten dazu die Verformung von lebenden roten Blutkörperchen durch Zugabe des Arzneimittels Ibuprofen. Die Verwandlung von rundlichen «Donuts» zu Stechapfelzellen konnten sie dank der holotomographischen Mikroskopie in Echtzeit nachverfolgen. Diese innovative Technik funktioniert ähnlich wie eine Computertomographie (CT), wobei die Bildgebung über Lasertechnik anstatt mittels Röntgenstrahlen stattfindet. Die digitale holografische Mikroskopie ist damit besonders geeignet für biologische Proben wie Blutzellen, da sie hochauflösende, berührungslose und Marker-freie Aufnahmen ermöglicht, die sich im Anschluss zu einer dreidimensionalen Darstellung rekonstruieren lassen. Rote Blutkörperchen sind hierbei ein perfektes Modellsystem, da sie… 

Kryo-Elektronentomogramm entschlüsselt Architektur von Pockenvirus-Kernen

Dazu verwendeten ISTA-Forscher:innen das im Labor vorhandene und ungefährliche Vacciniavirus als Pockenvirus-Modell. Sie untersuchten ganze, reife Vacciniavirus-Virionen, sowie aus ihnen isolierte und aufgereinigte Viruskerne – und das im wahrsten Sinne des Wortes unter allen möglichen Blickwinkeln. „Wir haben die ‚klassische‘ Einzelpartikel-Kryo-EM mit der Kryo-Elektronentomographie, der Untertomogramm-Mittelung und der AlphaFold-Analyse kombiniert, um einen Gesamtüberblick über den Pockenvirus-Kern zu erhalten“, sagen die Forschenden. Die Kryo-Elektronentomographie ermöglicht es den Wissenschafter:innen 3D-Volumina einer biologischen Probe bis zur Größe eines ganzes Virus zu rekonstruieren, indem sie Bilder aufnehmen, während sie die Probe schrittweise kippen. Die Kryo-Elektronentomographie, ermöglichte es, Auflösungen im Nanometerbereich für das gesamte Virus, seinen Kern und sein Inneres zu erreichen. Darüber hinaus konnten die Forscher:innen die AlphaFold-Modelle wie ein Puzzle in die beobachteten Formen einpassen und Moleküle identifizieren, die den Kern des Pockenvirus bilden. Darunter stach der Kernprotein-Kandidat A10 als eine der wichtigsten… 

Direkter Zusammenhang zwischen Gesundheitschecks und Sterberisiko nachgewiesen

Regelmäßige Gesundheitschecks werden immer wieder empfohlen. Dass es sich hierbei auch um eine wirksame Maßnahme handelt, beweist nun eine neue Studie aus Großbritannien. Die Studie, die im Fachmagazin BMC Medicine veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Teilnahme an einer Gesundheits-Untersuchung mit signifikant niedrigeren Diagnoseraten für mehrere Krankheiten verbunden ist. Bessere Raten bei verschiedensten Krankheitsbildern Die Forscher […] Direkter Zusammenhang zwischen Gesundheitschecks und Sterberisiko nachgewiesen

Medusa mit St. Georgs-Kreuz: Forscher beschreiben neue Quallenart

Brasilianische Forscher haben an einem abgelegenen Ort in Japan eine neue Quallenart in einer Tiefe von 812 Metern entdeckt. Das Tier mit dem Namen Santjordia pagesi wurde nur zweimal in einer tiefen Unterwasser-Vulkanstruktur namens Sumisu Caldera auf den Ogasawara-Inseln rund 460 km südlich von Tokyo gesichtet. Ihre Entdeckung beschrieben die Forscher nun in der Fachzeitschrift […] Medusa mit St. Georgs-Kreuz: Forscher beschreiben neue Quallenart

Rio de Janeiro ruft wegen Dengue-Fieber den Ausnahmezustand aus

Aufgrund der Dengue-Fieber-Epidemie wurde in Rio de Janeiro wenige Tage vor Beginn des weltberühmten Karnevals der Ausnahmezustand ausgerufen. „Im Zusammenhang mit dem Dengue-Fieber wird in Rio de Janeiro der Ausnahmezustand im Gesundheitswesen ausgerufen“, sagte der Bürgermeister der brasilianischen Stadt Eduardo Paes in seinem Dekret, das im Online-Bulletin des Büros des Bürgermeisters veröffentlicht wurde. Nach Angaben der Stadtverwaltung liegt die Zahl der an der Krankheit erkrankten Menschen seit Jahresbeginn bei über zehntausend.

Großbritannien führend in Europa bei Investitionen in Life Sciences

Risikokapitalinvestitionen in Biowissenschaften und Biotechnologie im Vereinigten Königreich übertreffen weiterhin den Rest Europas, so der jüngste Bericht der UK BioIndustry Association (BIA). Im Jahr 2023 entfielen 41 % der Gesamtinvestitionen in der Region auf das Vereinigte Königreich, das insgesamt 1,8 Mrd. GBP an Eigenkapitalinvestitionen erhielt. Die letztgenannte Zahl sei jedoch im Vergleich zu den Statistiken für 2022 um 9 % gesunken, so die BIA. Dennoch, so Steve Bates, Geschäftsführer des Verbandes, sei die Gesamtleistung der letzten Jahre ermutigend gewesen. Obwohl das Jahr 2023 für Unternehmen in allen Sektoren, einschließlich der globalen Biotech-Industrie, ein hartes Jahr war, zeigte der britische Sektor eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und Investitionen, und die Aktienmarktperformance übertrifft weiterhin das Niveau vor der Pandemie“, kommentierte Bates.

Siemens Healthineers und City Cancer Challenge kooperieren

Siemens Healthineers und City Cancer Challenge (C/Can) erweitern langfristig den geografischen und technologischen Umfang ihrer Partnerschaft. Dabei bauen sie auf ihrer bestehenden Zusammenarbeit auf, um eine schnellere Krebsdiagnose und -behandlung zu ermöglichen und die Überlebenschancen von Patientinnen und Patienten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu erhöhen. Das weltweit agierende Medizintechnikunternehmen Siemens Healthineers stellt in den nächsten fünf Jahren eine Summe von fünf Millionen Franken bereit, um Lücken innerhalb des Patientenpfades von den ersten Krebssymptomen über die Diagnose bis hin zur Behandlung zu schließen, den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Krebsbehandlung sowie die gesundheitliche Chancengleichheit der Geschlechter zu verbessern. C/Can arbeitet mit städtischen Akteuren aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammen, um den Zugang zur Krebsbehandlung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen von Grund auf zu verbessern. Die Organisation betreut derzeit Projekte in 14 Städten in Nord- und…