Wie der Iran-Krieg 2026 die deutsche chemische Industrie trifft
Der seit Ende Februar 2026 eskalierte Konflikt zwischen USA, Israel und Iran belastet die deutsche chemische Industrie – eine der energieintensivsten Branchen Deutschlands – besonders schwer. Unternehmen wie BASF, Evonik, Lanxess, Wacker Chemie oder Covestro leiden unter dem klassischen Doppel-Schock: explodierende Energiepreise (Öl, Gas, Strom) und gestörte globale Lieferketten durch die faktische Einschränkung der Straße von Hormus. Die Branche, die bereits seit der Energiekrise 2022/23 unter hohen Kosten leidet, steht vor einer potenziellen neuen Belastungswelle, die Produktion, Margen und Wettbewerbsfähigkeit bedroht. 1. Massiver Energiepreisschock – der Kern des Problems Die Straße von Hormus ist weitgehend blockiert oder hoch riskant: Iran hat den Schiffsverkehr eingeschränkt, Kriegsrisiken und Versicherungsprämien haben den Transit fast zum Stillstand gebracht. Dadurch steigen Öl- und Gaspreise sprunghaft an (Brent-Öl zeitweise über 80 USD/Barrel, europäisches Gas deutlich höher als Anfang 2026). Die chemische Industrie ist extrem energieabhängig: Wirtschaftsweise…

