Bundesärztekammer warnt vor Diagnostik in Drogerien
Die Bundesärztekammer hat vor medizinischen Diagnostikangeboten in Drogeriemärkten gewarnt. Solche Gesundheitschecks ohne ärztliche Beteiligung bergen erhebliche Risiken für Betroffene. Der Präsident der Kammer hob hervor, dass medizinische Diagnostik nicht nebenbei erledigt werden könne. Messungen in Drogerien vermittelten einen trügerischen Eindruck von Sicherheit, lieferten jedoch nur isolierte Momentaufnahmen ohne medizinischen Kontext. Das könne Menschen unnötig beunruhigen oder sie in falscher Sicherheit wiegen und dringende Behandlungen verzögern. Ärztliche Behandlung gehe weit über das bloße Ablesen von Messwerten hinaus. Zu einer verantwortungsvollen Diagnostik gehörten Anamnese, körperliche Untersuchung, differenzialdiagnostische Überlegungen und gegebenenfalls Entscheidungen über therapeutische Schritte. Nur Ärzte könnten Befunde im Gesamtzusammenhang bewerten und medizinisch fundierte Entscheidungen treffen. Der Gesetzgeber sei dringend aufgefordert, klare Grenzen zu setzen, solche Angebote zu regulieren und bei Bedarf vollständig zu verbieten, um die fachliche Verantwortung nicht zu umgehen. In Drogerien angebotene Dienstleistungen wie Hautuntersuchungen, Augenscreenings mit Künstlicher Intelligenz…



