Trumps „Most Favored Nation“-Politik und ihre Auswirkungen auf die Pharmaindustrie
Am 12. Mai 2025 unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine weitreichende Exekutivanordnung, die eine „Most Favored Nation“ (MFN)-Politik für die Pharmaindustrie einführt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA an die niedrigsten Preise anzugleichen, die in anderen vergleichbaren Industrienationen gezahlt werden. Die Politik stellt einen erneuten Versuch dar, die hohen Arzneimittelkosten in den USA zu senken, nachdem ein ähnlicher Vorstoß in Trumps erster Amtszeit 2020 gerichtlich gestoppt wurde. Dieser Artikel beleuchtet die Mechanismen der MFN-Politik, ihre Zielsetzung, die potenziellen Auswirkungen auf die Pharmaindustrie sowie die wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Implikationen. Hintergrund und Zielsetzung der MFN-Politik Die USA zahlen für verschreibungspflichtige Medikamente deutlich mehr als andere Industrienationen. Laut einer Studie der Rand Corporation von 2022 waren die Preise für alle Arzneimittel in den USA im Durchschnitt 2,7-mal höher als in anderen wohlhabenden Ländern, bei Markenmedikamenten sogar 3,2-mal…
