Wer sich an die Empfehlung „fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag“ hält, erreicht damit häufig nicht die Menge an Flavanolen, die mit einem deutlich geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Das zeigt eine große Studie der University of Reading und internationaler Partner.
Flavanole sind pflanzliche Wirkstoffe, die in bestimmten Obst- und Gemüsesorten sowie in grünem Tee vorkommen. Frühere Untersuchungen, darunter die große COSMOS-Studie, hatten gezeigt, dass eine tägliche Aufnahme von etwa 500 Milligramm Flavanolen das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, signifikant senken kann.
In der aktuellen Analyse mit über 30.000 Teilnehmern aus Großbritannien und den USA erreichten jedoch weniger als jeder fünfte Mensch diese Menge – selbst unter denen, die regelmäßig fünf Portionen Obst und Gemüse aßen. Die Aufnahme hängt stark von der konkreten Auswahl der Lebensmittel ab.
Besonders reich an Flavanolen sind:
- Pflaumen (ca. 450 mg pro 500 g)
- Cranberrys (ca. 300 mg pro 250 g)
- Brombeeren (ca. 250 mg pro 200 g)
- Grüner Tee (ca. 200 mg pro Tasse)
- Dicke Bohnen und Kirschen
„Es kommt nicht nur darauf an, wie viel Obst und Gemüse man isst, sondern vor allem darauf, welche Sorten man wählt“, erklärte Dr. Javier Ottaviani, einer der Studienautoren. Die Forscher empfehlen, gezielt flavanolreiche Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Food & Function veröffentlicht.
